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Schalke trennt sich von "Perlentaucher" Ben Manga

kicker

Es ist erst anderthalb Jahre her, da warb Schalke noch intensiv um die Dienste von Ben Manga, der schließlich mit einem Vertrag bis 2028 ausgestattet wurde. Nun trennen sich die Wege bereits wieder. Der Verein hatte sich mehr versprochen von dem 51-Jährigen, der sich vor allem zu seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt (2016 bis 2022) den Ruf erworben hatte, ein besonderer "Perlentaucher" zu sein. Für Schalke 04 wird die Trennung vom "Direktor für Kaderplanung, Scouting und Knappenschmiede" - wie sein Titel offiziell lautete - nicht billig, denn Manga bekommt als Abfindung nach kicker-Informationen knapp eine Million Euro.

In Gelsenkirchen hatten sich zuletzt schon die Machtverhältnisse verschoben. Der Aufsichtsrat hatte Frank Baumann als Sportvorstand engagiert, der seitdem in der Hierarchie vor Manga steht. Der wiederum befindet sich auf einer Stufe mit Youri Mulder, der in der Zwischenzeit als fester Sportdirektor installiert worden ist. Dadurch rutschte Manga in die zweite Reihe. Der Gesamtvorstand habe im Zuge dessen beschlossen, "strukturelle Anpassungen in den Bereichen Scouting, Transferwesen und Knappenschmiede" vorzunehmen. Nach der Trennung wird Baumann zunächst die Aufgaben Mangas übernehmen.

"Wie bei meinem Amtsantritt angekündigt, habe ich die vergangenen Monate genutzt, um mir ein umfassendes Bild unseres sportlichen Bereichs zu machen. Nach dem Ende der Haupttransferperiode haben wir sorgfältig analysiert, was gut funktioniert und wo wir Potenziale sehen. Dabei haben wir sowohl die Ergebnisse der Arbeit als auch die zugrunde liegenden Prozesse bewertet. Mit den von uns identifizierten Maßnahmen werden wir Schalke 04 in diesen Bereichen zukunftsorientiert aufstellen", wird Baumann in einer Mitteilung des Vereins zitiert.

Baumann will jetzt "konkrete Gespräche" führen

Baumann unterstrich des Weiteren, dass der Klub gut vorbereitet auf die Neustrukturierung sei. "Jetzt steht im Fokus, konkrete Gespräche zu führen und die besten Kandidaten für die jeweiligen Aufgaben zu finden", so Baumann. Zudem werde der inhaltliche Ablauf der Kaderplanung in Gelsenkirchen überprüft. Dabei setzt er auf "ein erfolgreiches Zusammenspiel aus Live-, Video- und Datenscouting auf Basis der entwickelten Schalke-DNA". Das Projekt habe Matthias Tillmann angestoßen und werde nun gemeinsam fortgeführt.