Das Auswärtsspiel im Breisgau hatte für den Effzeh optimal begonnen, als SCF-Innenverteidiger Max Rosenfelder den Ball nach exakt 9:03 Minuten in die eigenen Maschen abgelenkt hatte. Die Freude der Gäste allerdings währte nur kurz, denn lediglich 91 Sekunden später zappelte die Kugel erstmals auch im Kölner Netz.
"Das darf uns so nicht passieren", analysierte Marvin Schwäbe den Blitz-Ausgleich durch Derry Scherhant bei DAZN. Beim unmittelbar an den Anstoß folgenden langen Ball habe man sich "zu tief hineinfallen lassen" und es verpasst, "das Ding einfach ganz klar zu klären" und "so weit wie möglich vom Tor wegzubringen", monierte der Kapitän. "Man hat die Euphorie - und das war dann natürlich ein Stück weit direkt der Killer", so Schwäbe.
Schwäbe pariert erneut einen Elfmeter
Als Elfmeter-Killer hatte sich der Schlussmann wiederum in der 66. Minute gegen Igor Matanovic präsentiert. Während er gegen Ermedin Demirovic (1:2 gegen Stuttgart), Fabian Rieder (1:1 gegen Augsburg) und Kevin Diks (1:3 in Gladbach) das Nachsehen gehabt hatte, war es für Schwäbe nach dem Derby-Fehlschuss von Haris Tabakovic bereits der zweite gehaltene Elfmeter in dieser Saison. "So erhofft man sich das natürlich, wenn man es sich vorher anschaut."
Auch deshalb wurmte den 30-Jährigen die Tatsache, dass sich die Domstädter trotz einer "spielerisch echt guten" Leistung letztendlich mit null Punkten zufrieden geben mussten."Wir haben gut gegen den Ball gearbeitet, uns die Chancen trotzdem kreiert und herausgespielt. Ein bisschen mehr Zielstrebigkeit, ein bisschen mehr Glück in der einen oder anderen Situation, dann gehen wir mit einem 2:2 vom Platz."
"Kleinigkeiten" machen den Unterschied
Von einer "vermeidbaren Niederlage" sprach derweil auch Thomas Kessler, der jüngst zum Geschäftsführer Sport beim Effzeh aufgestiegen ist. "Gerade in der zweiten Halbzeit fand ich schon, dass wir ein zweites Tor verdient gehabt hätten", bilanzierte der 40-Jährige, der ein Muster erkannte: "So wie in vielen Spielen in dieser Saison. Es ist sehr, sehr knapp, Kleinigkeiten entscheiden - und heute sind die Kleinigkeiten nicht auf unserer Seite gewesen."
Mit dem Auftritt der Mannschaft war Kessler grundsätzlich dennoch zufrieden, wenngleich man "natürlich nicht glücklich nach Hause fährt". Vielmehr müsse man auf die Leistung aufbauen, die "definitiv kein Beinbruch" war. Im Optimalfall schon am kommenden Freitag, wenn Wolfsburg im Rhein-Energie-Stadion zu Gast ist (20.30 Uhr).