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Seguin: Fällt das Wiedersehen mit Schalke aus?

kicker

15 bis 20 Minuten Spielzeit hatte Trainer Stefan Leitl für Paul Seguin veranschlagt. Aber die medizinische Abteilung riet von diesem Vorhaben ab. Also blieb Seguin am vergangenen Freitagabend beim Testspiel in Wien, wo Hertha die heimische Austria in der Generali-Arena mit 2:1 schlug, nur die Zuschauerrolle. Auch nach der Rückkehr aus dem achttägigen Österreich-Camp steckt Herthas Neuzugang in der Warteschleife.  Der 30-Jährige droht auch für die Berliner Generalprobe beim schottischen Premiership-Klub FC Motherwell  am Freitag (20 Uhr deutscher Zeit) auszufallen.

Auslöser sind Probleme an der Plantarfaszie

Die erste Woche der Vorbereitung hatte Seguin voll mitgemacht und im ersten Testspiel, dem 3:0 beim Ludwigsfelder FC am 28. Juni, eine Halbzeit auf dem Platz gestanden. Wenige Tage danach setzte ihm eine Verletzung immer stärker zu. Im Trainingslager in Kitzbühel kehrte der für 400 000 Euro Ablöse von Schalke nach Berlin gewechselte Seguin zwar vorübergehend ins Mannschaftstraining zurück, ist aber weiterhin nicht beschwerdefrei. Die kolportierte Wadenblessur trifft die Wahrheit nur so halb: Nach kicker-Informationen plagten Seguin bereits ausgangs der vergangenen Saison Probleme an der Plantarfaszie, einer Sehnenplatte an der Fußsohle, die das Fußgewölbe von der Ferse bis zu den Zehengelenken überspannt. Die daraus resultierende Fehlbelastung führt zu einer Schmerzsymptomatik im Wadenbereich, die noch nicht abgeklungen ist.

Für die Startelf auf Schalke wird die Zeit schon jetzt zu knapp

Hertha will dem Vernehmen nach am Donnerstag entscheiden, ob es Sinn macht, Seguin nach Schottland mitzunehmen. Aktuell steht ein großes Fragezeichen dahinter. Über seinen Wunschspieler, mit dem er in Fürth 2021 in die Bundesliga aufgestiegen war, hatte Leitl kurz nach dem Trainingsstart gesagt: "Paul kann uns unfassbar viel geben. Wir haben in meinen Augen vier Top-Spieler verloren (Maza, Kenny, Scherhant, Niederlechner, d. Red.) und in Paul einen der herausragendsten Mittelfeldspieler dieser Liga verpflichten können."

Jetzt ist Geduld gefragt. Ein Startelf-Einsatz bei Ex-Klub Schalke am 1. Spieltag scheint schon jetzt, neun Tage vorher, im Grunde ausgeschlossen. Im defensiven Mittelfeld werden wohl Diego Demme, Leon Jensen und Boris Mamuzah Lum die zwei Startplätze, die Leitl vermutlich vergeben wird, unter sich ausmachen. Für Seguin bleibt, falls er in den nächsten Tagen Fortschritte macht, bestenfalls die Joker-Rolle - und das ausgerechnet beim Duell mit dem Klub, bei dem seine zwei Jahre und der Abschied nicht geräuschlos verliefen. Über seine Schalker Zeit hatte Seguin in Kitzbühel gesagt: "Es sind Sachen passiert, die nicht so schön waren, wo ich Fehler gemacht habe, wo der Verein Fehler gemacht hat." Jetzt fällt das pikante Wiedersehen womöglich sogar aus.