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Slot verabschiedet Luis Diaz: "Sein Lied war eines der besten"

kicker

Hugo Ekitiké zum ersten Mal auf dem Platz, Jeremie Frimpong zum ersten Mal als Vorbereiter, Florian Wirtz zum ersten Mal als Torschütze: Der 3:1-Testspielsieg des FC Liverpool bei den Yokohama F. Marinos beinhaltete einiges, das Arne Slot erfreuen sollte. Dennoch deklarierte er den Mittwoch zu einem traurigen Tag - wegen der Meldung, die ein paar Stunden zuvor öffentlich geworden war: Luis Diaz verlässt den LFC und stürmt künftig für den FC Bayern.

"Es war immer klar, dass es ein trauriger Tag sein würde, wenn er den LFC verlässt", sagte Slot nach dem Testspiel in Japan zum Ende der Asien-Tournee der Reds. "Zuerst wegen seiner Persönlichkeit, denn er hatte immer ein Lächeln auf den Lippen, egal was passierte. (...) Selbst wenn ich ihn nicht habe spielen lassen, hat er in jeder Trainingseinheit alles gegeben, immer mit einem Lächeln auf den Lippen."

Fehlen wird Slot aber nicht nur der Mensch und der Spieler Luis Diaz, sondern auch die musikalische Begleitung, die der Kolumbianer vom Anhang erhalten hatte. "Ich werde sein Lied extrem vermissen", führte der Niederländer aus. Zur Melodie des berühmten italienischen Widerstandslieds "Bella Ciao" hatten die LFC-Fans gesungen: "His Name is Luis, he's from Barrancas, and he plays for Liverpool, his name is Lucho, he came from Proto, he came to score". Zu Deutsch: "Sein Name ist Luis, er ist aus Barrancas und er spielt für Liverpool, sein Name ist Lucho, er kam aus Porto, er kam, um zu treffen."

Der Song hatte sich an der Anfield Road großer Beliebtheit erfreut - und zwar nicht nur bei den Fans. "Es war vielleicht eines der besten Lieder, die unsere Fans für einen Spieler haben", findet jedenfalls Slot.

Dass er es nun nicht mehr hören wird, sei aber auch "das, was uns als Verein ausmacht: Wir tätigen große Transfers, das haben wir in den letzten Jahren getan. Aber dieser Verein muss auch Geld einnehmen, um diese Transfers zu finanzieren." Womit die Brücke wieder zum Trio Ekitiké, Frimpong und Wirtz geschlagen wäre, die gemeinsam mit dem aus Bournemouth gekommenen Milos Kerkez über 300 Millionen Euro an Sockelablöse kosteten. Luis Diaz spült nun immerhin 67,5 Millionen Euro wieder zurück in die Kassen der Reds.

"Es war ein Sommer, in dem wir viel ausgegeben haben", so Slot, "aber ich denke, wenn man sich all das Geld ansieht, das wir bereits eingenommen haben - auch aus dem letzten Jahr, als wir fast nur Spieler verkauft haben - , auch eine gute Sache für den Verein."