Fehlercode: %{errorCode}

Spannende Transfers in Stadtallendorf: Wohin führt der Weg der Eintracht?

kicker

War dieser Transfer womöglich das fehlende Puzzlestück, um in der Hessenliga oben anzugreifen? Jacob Pistor stürmt künftig für Eintracht Stadtallendorf. Der 26-Jährige kommt mit der Empfehlung von 21 Treffern, die ihm 2024/25 im Trikot des Ligarivalen SC Waldgirmes gelungen sind.

Nur Noah Michel (Türk Gücü Friedberg, 26 Tore) und Halil Yilmaz (FC Eddersheim, 23) trafen in der vergangenen Saison häufiger als der im Sommer 2024 von den Sportfreunden Siegen nach Hessen gewechselte Offensivmann. "Jacob ist absolut willensstark, läuferisch stark und ein sehr mannschaftsdienlicher Spieler. Man merkt, dass er Tore schießen will. Er arbeitet aber auch und ist sich für nichts zu schade. Wir sind froh, dass wir ihn verpflichten konnten", lobt Trainer Gino Parson.

Pistor ist nicht der einzige spannende Neuzugang in Stadtallendorf, wo aktuell das Herrenwaldstadion umgebaut wird: Neben ihm konnte der ehemalige Regionalligist auch Julian Berninger-Bosshammer (KSV Baunatal), Mo Juwara (SG Bad Soden), Janne Schäfer, Nils Schneider (beide FC Ederbergland), David Fröhlich, Sinan Hinzmann (beide Sportfreunde Blau-Gelb Marburg), Kilian Parson (SG Kinzenbach) und Loris Weiss verpflichten. Letztgenannter traf in der vergangenen Saison 14-mal für den Hanauer SC. Aus der eigenen U 19 stoßen mit Robin Siebrand und Ben Onyekwere zudem zwei Nachwuchskräfte zum Kader.

„Nach zehn Spieltagen können wir das realistischer beurteilen.“ (1. Vorsitzender Reiner Bremer)

Einen konkreten Tabellenplatz als Ziel formulieren die Mittelhessen zwar nicht, gleichwohl gehen sie ambitioniert in die Anfang August beginnende Saison. "Nach zehn Spieltagen können wir das realistischer beurteilen", sagt Reiner Bremer, der eine stärkere Liga als noch im Vorjahr erwartet: "Eines steht aber fest: Gegen uns soll es so sein, dass es jeder Gegner schwer hat zu gewinnen. Wir wollen eine sehr engagierte Mannschaft sehen." Wie der 1. Vorsitzende erklärt, werde sich der Verein um die Regionalliga-Lizenz bemühen - sofern die sportlichen Bedingungen erfüllt werden.

Sechs Abgänge

Allerdings muss Parson mit Gian Maria Olizzo (SC Waldgirmes), Christopher Schadeberg (TSV Steinbach Haiger II), Louis Preisig (FC Gießen), Kian Golafra (TuBa Pohlheim), Matheus Beal (VFC Plauen) und Philipp Stein (Ziel unbekannt) sechs Akteure ersetzen. Von der Zusammenstellung des Kaders zeigt sich der 46-Jährige aber angetan: "Wir haben eine gute Mischung. Dabei sind auch viele junge Spieler, die herangeführt werden müssen. Das größte Ziel ist es jetzt, sich neu zu finden."

Nach dem Rücktritt Daniel Viers hatte er die Mannschaft kurz nach dem Saisonstart im Sommer 2024 übernommen; dank einer starken Serie landete sie am Ende auf dem fünften Platz. 2025 reihte Stadtallendorf elf Partien ohne Niederlage aneinander und musste nur dem FSV Fernwald, Bayern Alzenau sowie Türk Gücü Friedberg und Rot-Weiß Walldorf den Vortritt lassen. Im April wurde etwa gegen den späteren Relegations-Teilnehmer Friedberg gepunktet (1:1) und Aufsteiger Bayern Alzenau bezwungen (2:1). "In der Rückrunde haben wir überragend gespielt und uns in die Spitzengruppe reingearbeitet. Noch im Winter hat bei uns keiner im Kopf gehabt, dass sogar die Regionalliga-Bewerbung noch einmal ein Thema wird", so Bremer.

Kracher zum Auftakt

Ob sie dies im Frühjahr 2026 wieder sein wird, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Nach dem Unentschieden im ersten Test gegen die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg (1:1) bezwangen die Herrenwälder den in der Oberliga Westfalen beheimateten 1. FC Gievenbeck mit 3:1. Um Punkte geht es dann am 2. August im Duell mit dem amtierenden Meister: Zum Auftakt gastiert die Parson-Elf in Fernwald, ihr erstes Heimspiel bestreitet sie gegen den FC Hanau 93 (9. August). Knapp zwei Wochen später steht das prestigeträchtige Derby gegen den VfB Marburg an (20. August).