Für die U 23 eingeplant
Sie werden gerne Bayern-Amateure genannt, sind aber in Wahrheit junge Männer, die sämtliche Anlagen für eine erfolgreiche Karriere im Profi-Bereich mitbringen. Über einen bereits großen Erfahrungsschatz in jenem Bereich verfügt David Heindl, der am Mittwoch als zweiter externer Neuzugang der U 23 des FC Bayern München - nach Sandhausens Stürmer Richard Meier - vorgestellt wurde.
Zuletzt lief der Innenverteidiger für den Kapfenberger SV auf und sammelte beim Klub aus der Steiermark im Alter von gerade einmal 20 Jahren bereits die Erfahrung von 85 österreichischen Zweitliga-Spielen. Als Vize-Kapitän scheute sich der Abwehrspieler auch nicht vor Verantwortung in der Frühphase seiner Karriere. Zudem absolvierte Heindl für die U 21 Österreichs schon drei Länderspiele, erst am Dienstag stand er beim 3:1 gegen Ungarn in der Startelf.
Riesiger Schritt unter Atalan
Kapfenbergs deutscher Trainer Ismail Atalan ist naturgemäß nicht glücklich, seinen Abwehrchef zu verlieren, sieht in Heindls Wechsel zum FC Bayern aber auch eine Bestätigung seiner Arbeit: "'Dave' hat in der vergangenen Saison einen riesigen Schritt gemacht - spielerisch wie persönlich. Seine Entwicklung zum starken Innenverteidiger ist auch ein Zeichen dafür, dass unsere Arbeitsweise und Methodik hier in Kapfenberg greifen."
Der nächste Schritt soll nun in München erfolgen. Dort begründet Markus Weinzierl, Sportlicher Leiter am Campus, das schlussendlich erfolgreiche Interesse an Heindl: "Wir wollten unsere junge Regionalliga-Mannschaft mit einem talentierten Abwehrspieler mit weiterem Entwicklungspotenzial, aber auch schon Erfahrung im Profifußball, verstärken. David vereint alle diese Faktoren, er ist für uns ein sehr spannender Spieler."
Für Heindl geht mit dem Wechsel zum Deutschen Rekordmeister nach eigener Aussage ein Kindheitstraum in Erfüllung und fügt an: "Bei einem der weltgrößten Vereine einen Vertrag unterschrieben zu haben, macht mich wahnsinnig stolz."