Von den ursprünglich 32 Teams sind noch zwei übrig. Im Finale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ treffen der englische Spitzenklub Chelsea FC und der amtierende Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain aufeinander.
Die beiden Klubs aus zwei Städten, die nur 455 Kilometer voneinander entfernt liegen, verbindet noch mehr als dieses Finalduell am 13. Juli im MetLife-Stadion. Denn gleich mehrere namhafte Spieler und Trainer standen in den Reihen der beiden Hauptstadtklubs. Wir stellen einige von ihnen vor.
Der Brasilianer, der Fluminense bei der Klub-WM ins Halbfinale gegen die Blues geführt hat, war insgesamt zwölf Saisons in Paris und London und in dieser Zeit einer der besten Verteidiger der Welt.
Nach seinem Wechsel im Sommer 2012 von der AC Mailand zu PSG für die damalige Rekordsumme von 42 Millionen Euro bestritt er in acht Saisons 204 Spiele und hatte maßgeblichen Anteil an den sieben Meistertiteln sowie den insgesamt elf Siegen in den beiden französischen Pokalwettbewerben. Der Innenverteidiger stand auch im ersten Champions-League-Finale von PSG. Trainer damals war Thomas Tuchel, mit dem er wenige Monate später in London ein Wiedersehen feiern sollte.
Im Sommer 2020 wechselte Thiago Silva ablösefrei nach London. Mit Chelsea gewann er in vier Jahren die Champions League, den UEFA-Supercup und den FIFA-Interkontinental-Pokal™. Angesichts dieser Erfolge genießt Thiago Silva bei beiden Klubs Legendenstatus.
Der in Kinshasa geborene Makélélé hat die Position des defensiven Mittelfeldspielers in seiner Zeit bei Real Madrid revolutioniert und ist bei Chelsea und später bei PSG zu einem der einflussreichsten Spieler seiner Generation avanciert.
Makélélé stieß 2003 zu den Blues und war Teil des Mittelfeldtrios im Erfolgsteam von José Mourinho. Er bestritt 144 Spiele für die Londoner, gewann je zwei Mal die Meisterschaft und den FA Cup und erreichte das Finale der Champions League.
Nach fünf Saisons kehrte der Franzose in seine Heimat zurück. In seinen fast 100 Einsätzen führte er PSG zu einem Pokalsieg, ehe die katarische Investorengruppe Qatar Sports Investments den Klub mehr und mehr übernahm. Makélélé teilte später zudem die Bank mit Carlo Ancelotti als dessen Trainerassistent in Paris.
Der Brasilianer spielte insgesamt sechs Saisons in London, unterbrochen durch zwei Saisons in Paris. Er war einer der Baumeister von Chelseas Triumphen 2011/12 in der Champions League sowie 2012/13 und 2018/19 in der Europa League sowie des Meistertitels unter Trainer Antonio Conte.
Die Ablösesumme bei seinem Transfer zu PSG bedeutete einen neuen Rekord für einen Verteidiger, den einige Jahre zuvor sein Landsmann Thiago Silva bei dessen Wechsel nach Paris aufgestellt hatte. David Luiz gewann in Frankreich alles, was es zu gewinnen gab. Allerdings fand auch er kein Rezept für den ersten Sieg von PSG in der Champions League.
Anelka war eines der größten Talente seiner Zeit. Als Absolvent der renommierten französischen Talentschmiede in Clairefontaine schaffte er mit nur 16 Jahren den Sprung in die erste Mannschaft von PSG und erzielte in der Saison 1996/97 in seinen zehn Einsätzen gleich ein Tor. Der Senkrechtstarter weckte damit das Interesse von Arsène Wenger, der ihn prompt zu Chelseas Stadtrivalen Arsenal holte.
Doch Anelka war ein Wandervogel und kehrte nach zwei Saisons in London und einer Saison in Madrid nach Paris zurück. Dort wurde er mit Pauken und Trompeten empfangen und gleich zum Kapitän ernannt. Doch nach nur einer Saison zog es ihn bereits wieder weiter.
Von 2001 bis 2008 war er bei vier Klubs, drei davon in England, ehe er schließlich an die Stamford Bridge wechselte. Dort bildete er zusammen mit Didier Drogba ein kongeniales Sturmduo. In vier Jahren gewann er mit Chelsea ein Mal die Meisterschaft und zwei Mal den FA Cup. 2008/09 war er zudem Torschützenkönig der Premier League.
Der einzige Afrikaner, der den Ballon d’Or und die Auszeichnung zum FIFA-Weltfussballer des Jahres gewonnen hat, war einer der größten Spieler seiner Zeit und während drei Jahren die treibende Kraft im Sturm von PSG. Der Liberianer schoss insgesamt 32 Tore, darunter einen sagenhaften Treffer gegen den FC Bayern München, und feierte mit dem Klub einen Meistertitel sowie drei Erfolge in den beiden französischen Pokalwettbewerben. 1994/95 war er außerdem Torschützenkönig der Champions League.
Später wurde Weah von der AC Mailand an Chelsea ausgeliehen, wo er allerdings nur auf elf Einsätze kam. Unvergessen ist in West-London aber sein Tor bei seinem Debüt gegen Tottenham Hotspur sowie sein Auftritt im siegreichen Finale des FA Cup 1999/2000 gegen Aston Villa.
Der Deutsche ist der einzige Trainer, der mit zwei verschiedenen Klubs zwei Mal in Folge ein Finale der Champions League erreicht hat. Nach zwei starken Saisons bei Borussia Dortmund (Viertelfinalist bei der Klub-WM 2025) wechselte Tuchel nach Paris.
Dank strafferen Zügeln im Training sowie der Verpflichtung von Kylian Mbappé stellte er mit PSG bis Weihnachten einen Punkterekord in der Ligue 1 auf und wurde in seiner ersten Saison auf Anhieb Meister. In der zweiten Saison setzte er mit einem nationalen Quadrupel noch einen drauf und führte PSG vor allem erstmals in ein Champions-League-Finale, das – wegen der COVID-19-Pandemie vor leeren Rängen ausgetragen – gegen die Bayern allerdings mit 0:1 verloren wurde.
In der darauffolgenden Saison wurde Tuchel entlassen und heuerte einen Monat später bei Chelsea an. Binnen weniger Monate brachte der Deutsche die Blues wieder auf Kurs und feierte im Finale der Champions League einen prestigeträchtigen 1:0-Sieg gegen Manchester City mit Trainer Pep Guardiola. In der darauffolgenden Saison folgten der Triumph im FIFA Interkontinental-Pokal™ sowie der Finaleinzug in FA Cup und EFL Cup, ehe er London verließ.
Während Tuchel von PSG zu Chelsea wechselte, wählte Ancelotti den umgekehrten Weg. Nach fast zehn Jahren bei der AC Mailand zog der Italiener nach West-London, wo er mit den Blues sogleich das nationale Double gewann, das erste seit José Mourinhos Premierensaison bei Chelsea. Ancelotti setzt mit Anelka und Drogba auf ein geniales Sturmduo, das einen wesentlichen Anteil am Saisonrekord von 103 Treffern hatte.
Nach zwei Saisons verließ er London und übernahm im Winter darauf den Trainerposten in Paris. In seiner ersten Saison blieb er allerdings titellos. In der Saison 2012/13 holte er sich mit PSG aber den Meistertitel, ehe er dem Ruf aus Madrid folgte.
Der aktuelle Nationaltrainer des US-Männernationalteams war zwei Mal kurz in Paris und West-London. Pochettino, der vor allem bei Tottenham Hotspur Spuren hinterlassen hat, wurde 2021 nach Tuchels Entlassung Trainer von PSG. Nach zwei Jahren als Spieler in Paris kannte er das Umfeld, auch wenn der Klub mit Stars wie Lionel Messi, Neymar und Kylian Mbappé nicht mehr mit früher zu vergleichen war.
Der Argentinier wurde mit PSG in der ersten Saison gleich Pokalsieger und in der Saison darauf Meister, verpasste aber beide Male das Finale der Champions League. Im Juli 2022 endete seine Zeit in Paris. Knapp ein Jahr später war er zurück in London, dieses Mal aber bei Chelsea.
Dort fand er einen Klub, der jüngst den Besitzer gewechselt hatte und nach einer neuen Identität suchte. Trotz des Finaleinzugs im EFL Cup wurde sein Vertrag nach Platz sechs in der Premier League nach nur einer Saison aufgelöst. In seiner Zeit in West-London knackte er die Marke von 400 Spielen in England.