Nach nicht einmal einem Jahr
Nach den komplizierten jüngsten Transferfenstern wird erwartet, dass Newcastle United in diesem Sommer kräftig in neue Spieler investieren wird. Sportdirektor Paul Mitchell wird dafür allerdings nicht mehr zuständig sein.
Am Dienstag informierten die Magpies über die einvernehmliche Trennung vom 43-Jährigen, der den Posten erst vor knapp einem Jahr übernommen hatte. Einen großen Einfluss auf die starke Saison, in der sich Newcastle als Premier-League-Fünfter für die Champions League qualifizierte und im Ligapokal den ersten Titel seit 1969 holte, hatte er allerdings nicht.
Trotz der Millionen, die durch die Eigner aus Saudi-Arabien theoretisch zur Verfügung stehen, war Newcastle durch die Finanzregeln der Liga auf dem Transfermarkt zuletzt stark eingeschränkt. Während Spieler wie Elliot Anderson und Yankuba Minteh verkauft werden mussten, kam unter Mitchell kein einziger neuer Spieler, der in der abgelaufenen Spielzeit Stammkraft unter Trainer Eddie Howe war.
Hat Howe bald mehr Einfluss auf Transfers?
Dieser könnte nun deutlich mehr Einfluss auf die Transferpolitik der Magpies erhalten. Der 47-Jährige sieht den Trend, dass es auch in England immer häufiger Sportdirektoren gibt, durch die Trainer bei Verpflichtungen weniger Einfluss haben, seit jeher skeptisch. Auch zwischen ihm und Mitchell soll es immer wieder gekracht haben.
"Ich möchte allen bei Newcastle United für ihre Unterstützung im letzten Jahr danken", erklärt Mitchell dennoch versöhnlich in der offiziellen Klubmitteilung. "Ich verlasse den Verein zu einem Zeitpunkt, der für mich und den Verein richtig ist, zumal Darren Eales, mit dem ich in meiner Karriere so eng zusammengearbeitet habe, bald weiterziehen wird." Klub-CEO Eales, der einst gemeinsam mit Mitchell bei den Tottenham Hotspur tätig war, wird wegen einer Krebserkrankung aufhören.
Mitchell ist sich sicher: "Der Verein ist sowohl auf als auch neben dem Spielfeld in guten Händen und befindet sich in einer fantastischen Position, um sich weiterzuentwickeln."