"Feuer frei" in Elversberg
"Ergebnis ist bekannt, die Aussicht auf das nächste Spiel ist auch bekannt, insofern gibt es nicht ganz so viele neue Themen", begann SVE-Coach Horst Steffen die Pressekonferenz vor dem entscheidenden Relegations-Rückspiel. Das Unentschieden im ersten Duell habe man analysiert, wisse aber selbstverständlich auch nicht, "welche Anpassungen der Gegner mit Blick auf das Rückspiel machen wird".
Vielmehr freut sich der 56-Jährige darüber, "dass wir hier wieder eine tolle Kulisse haben und dass wir unsere Fans nochmal zu einem Heimspiel nach der Meisterschaft begrüßen dürfen. Das ist doch herrlich. Also, Feuer frei!"
Das "ein oder andere" Fragezeichen bei der SVE
Nicht ganz so erfreulich ist unterdessen die personelle Lage, gibt es doch noch einige Fragezeichen vor dem Rückspiel: "Der ein oder andere hatte mit Erkältungen zu tun und ist jetzt dabei, Dinge auszukurieren oder sich zu erholen." Dies könnte "Auswirkungen auf den Kader und die Aufstellung haben", noch bleibt Steffen aber hoffnungsvoll. Paul Stock steht derweil wieder zur Verfügung.
Druck von außen verspürt Elversbergs Coach indes nicht, zudem gibt es "hin und wieder" Momente, in denen sich seine Gedanken nicht nur um das bevorstehende Endspiel drehen: "Hochzeitstag hatte ich gestern, zum Beispiel. Wäre blöd, wenn meine Frau das nicht gespürt hätte von meiner Seite", so Steffen, bei dem das Rückspiel im Moment etwa "80 Prozent das Tages" in Anspruch nimmt.
Nur eine Sache war für Steffen "ungewöhnlich"
Generell präsentierte sich der 56-Jährige auch einen Tag vor dem Spiel gewohnt gelassen und unaufgeregt - auch das Erklingen der Bundesliga-Hymne, die er ja "schon häufiger" beim Fernsehschauen gehört hatte, habe daran nichts geändert.
Doch zumindest eine Sache war auch für den erfahrenen Trainer neu, abgesehen von der vergleichsweise hohen Anzahl an Interviewanfragen: "Diese Kamera, die mich verfolgte, als ich über den Platz ging, und vor mir her schwebte. Das hatte ich noch nicht, das war etwas ungewohnt, ich fühlte mich da etwas verfolgt, obwohl die Kamera vor mir unterwegs war. Das war das Einzige, was ungewöhnlich war."
Starke Laufleistung im Hinspiel
Einmal muss die SVE nun noch über sich hinauswachsen. Als Richtwert dient unter anderem die starke Laufleistung aus dem Hinspiel, in dem der Zweitligist bereits zur Pause rund 65 Kilometer abgespult hatte. "Wir können vielleicht etwas geschickter sein in der ein oder anderen Situation, dann haben wir nicht ganz so viele Meter zu machen", weiß auch Steffen, er würde zugleich "aber nicht beschwören, dass wir das nicht wieder brauchen."
Ab 20.30 Uhr (LIVE! bei kicker) rollt am Montagabend der Ball in der Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde. Es könnte vorerst das letzte Heimspiel sein, dass Elversberg als Zweitligist angeht.