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Stiller fällt aus - Nagelsmann nominiert Burkardt nach

kicker

Angreifer rückt nach

Beim Triumph des VfB Stuttgart im DFB-Pokal-Finale am vergangenen Samstag hatte Angelo Stiller noch eine entscheidende Rolle gespielt. Sein zweiter Titel-Traum binnen weniger Wochen ist jedoch geplatzt: Die deutsche Nationalmannschaft muss beim Vorhaben, erstmals die Nations League zu gewinnen, ohne den Mittelfeldstrategen auskommen. Wie der DFB am Dienstag mitteilte, steht Stiller für das bevorstehende Final Four "wegen einer noch nicht ganz ausgeheilten Bänderverletzung am Sprunggelenk nicht zur Verfügung".

Dafür schafft Jonathan Burkardt doch noch den Sprung in den 26-köpfigen DFB-Kader. Bundestrainer Julian Nagelsmann nominierte für Stiller den Angreifer des 1. FSV Mainz 05 nach, auf den er zunächst überraschend noch verzichtet hatte. Burkardt wird am Freitag mit der DFB-Auswahl das Teamquartier in Herzogenaurach beziehen und darf in den zwei anstehenden Partien auf sein insgesamt viertes Länderspiel hoffen.

Warum er den besten deutschen Torjäger der abgelaufenen Bundesliga-Saison zunächst nicht eingeladen hatte, hatte Nagelsmann ursprünglich nicht begründet. Auch die Mainzer Verantwortlichen hatten ihre Verwunderung zum Ausdruck gebracht. Später lieferte Nagelsmann allerdings die Erklärung nach, Burkardt habe bei den Lehrgängen im Oktober und März nicht überzeugt: "Er hat bei uns nicht immer seine Peak-Leistung erreicht." Auch Sportdirektor Rudi Völler meinte, die Leistungen des 24-Jährigen seien damals "ein bisschen durchwachsen" gewesen.

Jetzt bekommt Burkardt die Chance, sich neu zu beweisen - auch wenn wohl einige Spieler des großen Kaders dafür die Trainingseinheiten nutzen und damit rechnen müssen, im Halbfinale gegen Portugal am nächsten Mittwoch (21 Uhr, LIVE! bei kicker) sowie im darauffolgenden Spiel um Platz 3 oder Finale auf keine Einsatzminuten zu kommen. Burkardt hatte mit seinen 18 Treffern in der Bundesliga-Torjägerliste den vierten Platz hinter Torschützenkönig Harry Kane (26 Treffer), Serhou Guirassy und Patrik Schick (beide 21) belegt, wobei er mit drei Toren an den finalen drei Spieltagen seine Formstärke unter Beweis stellte.

Stiller: Ein Außenband ab-, eines angerissen

Stiller hatte sich bereits am 33. Spieltag nach einem Tritt von Augsburgs Samuel Essende am Sprunggelenk verletzt, war aber rechtzeitig zum DFB-Pokal-Finale fit geworden - obwohl von den drei Außenbändern im rechten Sprunggelenk das vordere abgerissen, das mittlere angerissen und nur das hintere intakt geblieben war. Der VfB hatte sich gegen eine Operation entschieden. "Alles ist so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt haben, aber es war eine signifikante Verletzung", hatte Trainer Sebastian Hoeneß am Tag vor dem Endspiel erklärt. Dort war Stiller (kicker-Note 2) dann an der Entstehung von drei der vier Stuttgarter Treffer beteiligt, ehe er in der 87. Minute ausgewechselt wurde.