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Ten Hag absolutes Statement zu Hincapie: "Ich werde keine Rücksicht nehmen"

kicker

Der Vorsatz ist klar. Eine "gute Performance und siegen", nennt Erik ten Hag für die Partie in Bremen als Ziel, "wir hatten eine Woche mit vielen Einheiten. Das braucht jede Mannschaft, aber wir sicher." Weil zum Ligaauftakt beim niederschmetternden 1:2 gegen Hoffenheim ganz wenig klappte.

Der Trainer gelobt Besserung. "Wir werden daran arbeiten. Es wird Schritte nach vorne geben, aber auch zurück", sagt er, "letzte Woche hatten wir so einen zurück." Wer von einem fraglichen Septett bei dem Schritt nach vorne, der in Bremen zwingend ist, mithelfen kann, ließ ten Hag mehr oder weniger offen. Optimismus und Aufbruchstimmung konnte der Niederländer wie in der kompletten Pressekonferenz am Vortag der Partie auch bei diesem Thema nicht verbreiten.

Hincapie spielt nur, falls keine Einigung naht

Offenkundig wurde in erster Linie, dass hinter den meisten Personalien noch kleinere oder größere Fragezeichen stehen. Als es um den vor einem Wechsel zum FC Arsenal stehenden Piero Hincapie ging, bezog ten Hag allerdings eine absolute, fast schon trotzig anmutende Position. "Ich werde keine Rücksicht nehmen. Piero wird mitfahren nach Bremen", kündigte der Trainer an.

Auf Nachfrage, ob er diesen auch einsetzen könne, sagte ten Hag: "Er ist verfügbar." Was bei einem 60-Millionen-Euro-Transfer durchaus ungewöhnlich wäre, wenn ein solcher quasi ausverhandelt wäre. Ist dies nicht der Fall, wird Hincapie, den Bayer grundsätzlich halten möchte, aber in Bremen auflaufen.

Mit Hincapie plant ten Hag von Beginn an. Mit dem am Dienstag verpflichteten und zuvor vereinslosen Lucas Vazquez für die rechte Seite hingegen nicht. "Nein, er ist noch nicht so weit. Er ist im Trainingsaufbau. Er hat viel gemacht, aber kein Teamtraining", so der Trainer, "er ist noch nicht so weit, dass er starten kann."

Größte Hoffnung besteht bei Tillman, Palacios und Hofmann

Diese Chance besteht wohl am ehesten bei einem Trio, das zuletzt verletzt fehlte: den Offensivkräften Malik Tillman und Jonas Hofmann sowie Sechser Exequiel Palacios. "Die gute News ist: Sie waren alle auf dem Trainingsplatz", weckte ten Hag zumindest ein bisschen Hoffnung, um diese sogleich wieder zu relativieren, "nicht die ganze Woche, aber sie haben teilweise mitgemacht und gestern waren sie alle voll dabei, heute auch wieder. Wir kommen voran."

Was das genau heißt, konnte oder wollte der Trainer nicht verraten, er sagte nur: "Wir haben noch ein Training. Wir brauchen momentan jede Einheit." Um Fitness bei diesen Spielern aufzubauen und das "Spielmodell" weiter zu formen.

Badé und Echeverri sind offenbar keine Startelf-Kandidaten

Auch beim neuen Abwehrchef Loic Badé, der vor Bremen zwei komplette Trainingseinheiten absolviert haben wird, und bei Spielmacher-Talent Claudio Echeverri, der gegen Hoffenheim wegen Trainingsrückstands nur für die letzten sechs Minuten eingewechselt wurde, blieb ten Hag unkonkret, vermittelte aber den Eindruck, dass sie für die Startelf noch kein Thema sein können.

So wird der Niederländer wohl mit weniger neuen Kräften für seine erste Elf planen können als ihm lieb ist. Und trotzdem Argumente liefern müssen, die die Zweifel an seiner Arbeit nicht noch weiter wachsen lassen.