Neuer Verein unklar
Mit Top-Leistungen in der Abwehr gehörte Patrick Nkoa zu den Schlüsselspielern von Alemannia Aachen in der vergangenen Saison. Der Verteidiger absolvierte 21 Einsätze für den Drittligisten, davon 19 von Beginn an, und erzielte im Kader von Trainer Heiner Backhaus die beste kicker-Note im Schnitt (2,87).
Entsprechend groß war das Interesse an einer Vertragsverlängerung mit dem Kameruner, die nun jedoch endgültig vom Tisch ist. Dies bestätigte Kaderplaner Erdal Celik gegenüber der Aachener Zeitung: "Wir haben unser Angebot zurückgezogen."
Nkoa, der erst im vergangenen Sommer von Rostock nach Aachen gewechselt war, hatte ein verbessertes Vertragsangebot verstreichen lassen und sich für die letzten beiden Liga-Spieltage krankgemeldet. Ein weiterer Startelfeinsatz in der Liga hätte das Arbeitspapier des Kameruners durch eine Klausel automatisch verlängert. Sein letztes Spiel für Aachen bestritt der Verteidiger damit im Finale des Mittelrhein-Landespokals, für das er sich fit zurückgemeldet hatte. Der Einsatz bei der 2:3-Niederlage hatte jedoch keinen Einfluss auf die Klausel im Vertrag.
Celik: "Er will sich jetzt nicht entscheiden"
Wohin es den 25-Jährigen nun zieht, ist nicht bekannt. Kaderplaner Celik machte klar, dass der Verein auf eine Entscheidung des Spielers nicht mehr länger warten konnte: "Er will sich jetzt nicht entscheiden. Das ist schade, aber wir können nicht warten. Wir müssen planen, und das machen wir mit den Spielern, die große Lust haben, unseren Weg mitzugehen."
Sein aktueller Trainer Backhaus verriet bereits vor einiger Zeit, dass Nkoa "total verunsichert" sei. Der 43-Jährige zeigte Verständnis für die Situation des einzigen Spielers der Alemannia, der es in die kicker-Elf der Saison geschafft hat: "Er muss jetzt herausfinden, wer ihn gut berät, wer jetzt für ihn da ist." Dabei machte der Aachen-Coach klar, dass er den Innenverteidiger im Guten verabschieden werde: "Und wenn er gehen sollte, dann geht er als Nicht-Absteiger und Held."
Wer die Lücke von Nkoa in der Backhaus-Elf einnehmen wird, ist noch unklar. Celik deutete gegenüber der Aachener Zeitung allerdings bereits an, eine Alternative gefunden zu haben.