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Trotz Chemnitzer Bescheidenheit: "Platz 7 kann nicht das Endziel sein"

kicker

Erstes Jahr von Löwe

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Ende März 2024 beendete Chris Löwe verletzungsbedingt seine Profi-Karriere. Er stand vor der Südtribüne und hielt eine emotionale Rede, die der frühere Linksverteidiger mit diesem Satz beendete: "Nichts ist größer als der Verein!" Löwe blieb seinem Heimatverein Chemnitzer FC nach dem Karriereende erhalten. Seit 1. August arbeitet er als CFC-Sportdirektor.

Die erste Saison ist vorüber. Die begann turbulent. Nach vier Punkten aus den ersten beiden Partien ging nichts mehr. Die Chemnitzer rutschten in den Tabellenkeller ab. Akute Abstiegsgefahr. Löwe war gefordert. Er entschied, den Trainer auszutauschen. Für Christian Tiffert (hat seinen bis Ende Juni 2026 laufenden Vertrag inzwischen aufgelöst und arbeitet ab Juli als U-23-Trainer bei Hansa Rostock) kam Benjamin Duda. "Mit Benni haben wir die absolut richtige Entscheidung getroffen", sagt Löwe einige Monate später. Duda setzte auf konsequente Defensivarbeit. Als Top-Torjäger Dejan Bozic Anfang Januar ins Team zurückkehrte, lief es auch in der Offensive.

Ausfall eines wichtigen Trios

Löwe: "Wir wollten mit dem Budget, das wir zur Verfügung hatten, die maximal spannendste Mannschaft zusammenzustellen, die in der Lage ist, unsere Saisonziele zu erreichen. Der Start in meiner neuen Position war extrem schwierig und nervenaufreibend. In der Rückrunde haben wir gesehen, was möglich gewesen wäre, wenn wir über die komplette Spielzeit alle Jungs dabeigehabt hätten." Was viele sicher vergessen haben: Neben Bozic fiel auch der Königstransfer des vergangenen Sommers, Tom Baumgart, monatelang aus. Der Mittelfeldspieler verletzte sich nach dem 2. Spieltag. Ab Ende August fehlte mit Kapitän Tobias Müller ein weiterer wichtiger Leistungsträger.

Am Ende sprangen für den CFC (nach neun Spieltagen mit vier Zählern Vorletzter) 50 Punkte und Platz 7 heraus. Unter Duda kassierte die Mannschaft lediglich vier Niederlagen. Die Zuschauerzahlen schossen nach oben. Löwe: "Wir hatten im Schnitt fast 2000 Fans mehr im Stadion als vor zwei Jahren." Der ehemalige Bundesliga-Profi ist alles in allem zufrieden mit der ersten Saison in neuer Funktion: "Ich bin in den knapp zehn Monaten von ein paar Dingen überrascht worden. Doch ich habe versucht, mir treu zu bleiben, die Dinge so zu entscheiden, wie ich sie für richtig und wichtig halte - zum Wohle für unseren Verein, damit wir diesen Schritt vorankommen."

Löwe weiß: "Ich bin mir bewusst, dass Platz 7 nicht das Endziel für den CFC sein kann. Aber wie ich es auf der Mitgliederversammlung bereits angedeutet hatte, geht es darum, realistisch, ehrlich und bodenständig zu arbeiten, keine Luftschlösser mehr zu bauen, damit wir die Leute im Umfeld des Vereins nicht mehr enttäuschen. Und da sind wir mit den jetzt handelnden Personen Uwe Hildebrand (Geschäftsführer der CFC Fußball GmbH, Anm.d.Red.), Tommy Haeder (Prokurist, Anm.d.Red.) und meiner Wenigkeit auf einem sehr, sehr guten Weg."

Aktuell arbeitet Löwe am neuen Kader. Vier Neuzugänge sind unter Dach und Fach. Vier bis fünf Spieler sollen bis zum Trainingsauftakt am 18. Juni folgen. Große Sprünge sind in Chemnitz weiterhin nicht drin. Das Budget ist nicht üppig. Der neue Kader wird knapp bemessen sein.