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Trotz Saison der Superlative: Großaspach muss sich "in jedem Bereich steigern"

kicker

"Zufrieden ist ein Wort, dass ich als Trainer nicht so gerne in den Mund nehme", sagt Pascal Reinhardt. Grund zur Unzufriedenheit hat der Coach der nach drei Jahren in die Regionalliga zurückgekehrten SG Sonnenhof Großaspach allerdings auch keine.

Beim Meister der baden-württembergischen Oberliga und Gewinner des württembergischen Verbandspokals läuft die Vorbereitung auf die neue Saison nach Plan. Großaspachs Fußballer sind ohne Verletzungen durch die ersten drei Wochen gekommen. Zudem wurden gegen die Oberligisten TSG Backnang (3:1), KSC II (2:1), SSV Reutlingen (2:0), den Bezirksligisten TSV Münchingen (6:0) und die Spvgg Ansbach aus der Regionalliga Bayern (7:1) alle fünf bisherigen Testspiel gewonnen.

Hohe Fehlerquote im Offensivspiel

"Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, sehr gut umgesetzt", berichtet Reinhardt und fügt hinzu: "Zuletzt hatten wir aber doch ein wenig schwere Beine, aber das hatten wir erwartet." Der erst 32-jährige Meistertrainer hat dabei die Leistungen gegen den KSC II und Reutlingen im Blick. Da passten zwar Intensität, taktische Disziplin, das Spiel gegen den Ball und das hohe Pressing, doch "im Offensivspiel gab es eine ungewohnt hohe Fehlerquote".

Reinhardt schaut genau hin. Der ehemalige Angreifer mit Regionalliga-Stationen in Homburg, Ulm und bei Bayern München II weiß, was seine Elf nach dem Aufstieg erwartet und sagt: "Wir müssen uns in jedem Bereich steigern." Dabei hat die SG ein Oberliga-Jahr der Superlative hinter sich. 31 der 34 Partien wurden gewonnen, zweimal gab es ein Unentschieden und nur beim FSV Hollenbach wurde verloren (2:3). Da war Großaspach aber längst Meister und hatte am Ende mit 96 Punkten satte 19 Zähler Vorsprung auf Vizemeister und Mitaufsteiger TSG Balingen.

„Wir haben nicht viele Spieler mit Regionalligaerfahrung.“ (Pascal Reinhardt)

Nun wartet für den großen Teil des Kaders eine völlig neue Herausforderung. Reinhardt ist das klar, denn: "Wir haben nicht viele Spieler mit Regionalligaerfahrung." Von dem Team, das vor drei Jahren in die Oberliga abstieg, ist nur noch Torwart und Führungsspieler Maximilian Reule im Verein. Auch deshalb hat der Neuaufbau und die Rückkehr drei Jahre gedauert.

Nun ist der Vertrauensvorschuss für die groß, mit denen die Schwaben im dritten Anlauf erfolgreich waren. "Es war klar, dass wir auf den Kader bauen, mit dem wir aufgestiegen sind", sagt Reinhardt. Das klappt. Kein Spieler verließ die SG. "Das habe ich bisher noch nie erlebt, Das spricht für die Jungs und für uns als Einheit", gesteht der Coach.

Auf diesen Zusammenhalt baut die SG auch eine Klasse höher. Deshalb herrschte nicht nur kein Gehen, sondern auch wenig Kommen. Mit Luca Molinari (Normannia Gmünd, Oberliga), Leon Maier (VfR Aalen, Oberliga) und dessen Zwillingsbruder Loris (TSV Aubstadt, Regionalliga Bayern) gibt es bisher nur drei Neue. Alle sind in der Defensive oder Offensive sehr flexibel einsetzbar und "menschlich und sportlich ein Gewinn", urteilt Pascal Reinhardt nach den ersten drei Wochen. Das hört sich an, als sei er mit dem Trio und seinem Kader insgesamt sehr zufrieden ­- auch wenn er dieses Wort ungern in den Mund nimmt.