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Trotz vieler Enttäuschungen der Topteams gab es im September auch einiges zu feiern

kicker

Highlights

Der FCZ meldet sich in der BSL zurück

Der FCZ ist mit angezogener Handbremse in die neue Super-League-Saison gestartet. Nur ein Sieg aus den ersten vier Spielen und dann auch noch die bittere 0:4-Klatsche gegen Aufsteiger aus dem Berner Oberland. Doch seit dem 5. Spieltag läuft’s wieder bei den Zürchern. Drei Siege in Serie, zuletzt ein starkes 3:1 gegen den Leader aus St.Gallen im Letzigrund. Neun Punkte aus drei Spielen, der FCZ mischt plötzlich wieder vorne mit. Platz vier, nur zwei Punkte hinter dem Tabellenführer aus der Ostschweiz. Das Timing könnte besser nicht sein: Vor dem Derby gegen die Grasshoppers strotzt der FCZ nur so vor Selbstvertrauen. Mit einem weiteren Sieg wäre die Jagd auf die Tabellenspitze eröffnet. Doch nicht alles glänzt am Stadtclub: Im Cup setzte es einen herben Dämpfer. Gegen Stade Nyonnais musste man sich nach Penaltyschiessen verabschieden. Es war ein Auftritt, der so gar nicht zum Liga-Hoch passt.

Starker FC Luzern, auch dank 18-Jährigen

Der FCL steht zwar "nur" auf Rang 7 in der Super League, doch der Rückstand auf die Spitze ist überschaubar. Die Zentralschweizer haben zudem ein happiges Programm hinter sich: Erst gegen YB, dann gegen Basel. Gegen die Berner setzte es zwar eine knappe Niederlage ab, aber der Auftritt machte Mut. Und zuletzt folgte der grosse Coup: Luzern bezwang Meister Basel und meldete sich eindrücklich zurück. Auch im Cup zeigte sich der FCL von seiner besten Seite. Souverän, ohne Wackler, marschierte das Team eine Runde weiter. Im Fokus steht aktuell aber ein ganz junger Mann: Lucas Ferreira. Der erst 18-Jährige traf sowohl gegen YB als auch gegen Basel, einmal sehenswert, einmal entscheidend. Und auch im Cup liess er sich in die Torschützenliste eintragen. Der Shootingstar sorgt in Luzern für Euphorie. Mit Ferreira in Form könnte der FCL bald noch weiter oben mitmischen.

Von Ballmoos glänzt bei neuem Arbeitgeber

Lange wurde spekuliert, doch nun ist die Lösung da: David von Ballmoos verliess YB Anfang September leihweise in Richtung FC Lugano. Der 30-Jährige wollte mehr Spielzeit, in Bern war er längst nicht mehr die Nummer 1, auch die Verpflichtung von Heinz Lindner als Nummer 2 war ein klares Signal. Die Chance im Tessin nutzte er sofort. Schon im ersten Spiel stand er gegen Tabellenführer St.Gallen zwischen den Pfosten. Zwar verlor Lugano knapp mit 0:1, doch am Keeper lag’s nicht. Im zweiten Einsatz folgte dann die grosse Rettungstat: Gegen die Grasshoppers hielt von Ballmoos mit starken Paraden die drei Punkte fest, ein Big Save im Krisenduell. Die Tessiner besitzen eine Kaufoption, und aktuell spricht vieles dafür, dass sie diese ziehen könnten. Konkurrenz hat von Ballmoos zwar mit Amir Saipi, doch mit seinen Leistungen drängt er sich klar als Nummer eins auf.

Schweizer Nationalmannschaft mit starkem Start

Auch abseits der Super League sorgt der Schweizer Fussball für Schlagzeilen. Die Nati legte einen Traumstart in die WM-Qualifikation hin. Erst ein 4:0 gegen Kosovo, dann ein 3:0 gegen Slowenien. Sieben Tore erzielt, keines kassiert, die Bilanz ist makellos. Auch wenn die Gegner nicht zur Weltspitze zählen, zeigt die Schweiz eindrücklich, wie stark sie international auftreten kann. Im Fokus war besonders Breel Embolo. Mit drei Treffern in zwei Spielen trug der Stürmer die Offensive praktisch im Alleingang. Mit seinen Toren klettert er auf Rang 11 der ewigen Torschützenliste der Nati. Der nächste Härtetest folgt am 10. Oktober gegen Schweden. Mit einem Sieg würde es mit der WM-Teilnahme schon sehr gut aussehen. Und mit der aktuellen Form sowie der grossen Unterstützung im Rücken darf die Schweiz durchaus auf den nächsten Coup hoffen.

Lowlights

Aus von drei Super-League-Teams in der zweiten Runde

Die zweite Runde im Schweizer Cup brachte gleich mehrere Sensationen. Nach Lugano und Thun in Runde 1 verabschiedeten sich nun auch Servette, der FC Zürich und sogar die Young Boys vom Wettbewerb. Der FCZ stolperte gegen Stade Nyonnais. Nach eigener Führung liess man komplett nach, kassierte den Ausgleich und verlor schliesslich ein schwaches Penaltyschiessen. Auch Servette musste die Segel streichen. Im Romand-Duell gegen Yverdon gab es ein 0:1. Und dann erwischte es tatsächlich auch YB. Gegen Challenge-League-Leader Aarau setzte es eine Niederlage ab. Fast hätte es auch den FC Basel und den FC St.Gallen erwischt. Beide Teams überstanden jedoch ihre Penaltyschiessen und entgingen nur knapp der nächsten Blamage.

Internationale Auftritte bleiben blass

Nach den Cup-Blamagen folgte auch auf internationaler Bühne Ernüchterung. Besonders die Young Boys erwischten einen rabenschwarzen Abend. Im Wankdorf gingen sie gegen Panathinaikos mit 1:4 unter, ein Debakel, das sofort heftige Kritik auslöste. Auch der FC Basel enttäuschte zum Auftakt. Gegen Freiburg lagen die Bebbi nach 57 Minuten bereits 0:2 zurück. Zwar kam spät noch ein Tor, doch die Reaktion kam viel zu spät und am Ende stand eine verdiente Niederlage. In der Tabelle sieht es düster aus: YB ist Schlusslicht, Basel ebenfalls unter Druck. Und die Aufgaben werden nicht leichter. Am Donnerstagabend wartet auf Basel der nächste Brocken mit dem VfB Stuttgart. Die Young Boys treffen auf FCS Bukarest, ein Gegner, der mit einem Auftaktsieg bereits Selbstvertrauen tankte.

Uli Forte fällt sportlich sowie menschlich negativ auf

Der FCW ziert abgeschlagen das Tabellenende der Super League. Zwei Punkte aus sieben Spielen, dazu satte 21 Gegentore, die Defensive ist bisher ein Totalausfall. Die Kritik trifft natürlich auch Trainer Uli Forte. Der Zürcher wurde in seiner Karriere bereits fünfmal entlassen und auch in Winterthur wackelt sein Stuhl gewaltig. Ein Rauswurf wäre allerdings teuer für den Klub. Doch nicht nur sportlich sorgt Forte für Negativschlagzeilen. Im Spiel gegen Sion verlor er die Nerven, kritisierte an der Seitenlinie lautstark die angeblich inkonsequente VAR-Linie. Es folgte ein Verfahren, das der Coach nur knapp ohne Sperre überstand. Winterthur braucht dringend eine Trendwende. Bleibt alles beim Alten, wird der FCW in dieser Form von jedem Gegner überfahren.