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"Uns fehlt kein Torjäger": Eichstätt-Coach Betz glaubt an seine Offensive

kicker

In den Vorbereitungsspielen geizte Regionalligist VfB Eichstätt bislang mit Toren. In sechs Partien gelangen gerade einmal fünf Stück. Nicht nur deshalb warten vor allem die Fans noch immer sehnsüchtig auf die Verpflichtung eines Top-Torjägers. Doch den wird es nicht geben. Erstens könne man sich so einen nicht leisten, und zweitens besteht kein akuter Bedarf, wie VfB-Trainer Dominik Betz erläutert. Er sagt: "Die Diskussion ist müßig. Natürlich hätte jede Mannschaft gerne einen drin, der 30 Buden oder mehr macht. Ich bin aber überzeugt, dass uns kein Torjäger fehlt. Denn wir haben genügend Jungs in unseren Reihen, die Tore schießen können."

Die Verantwortung will er dabei auf mehrere Schultern verteilen. Als Beispiel zieht er die französische Top-Mannschaft Paris St. Germain heran. Die hätten nämlich mit Kylian Mbappé einen Torjäger aus dem obersten Regal des Weltfußballs gehabt - gewonnen hätten sie mit ihm auf internationaler Bühne aber nichts. Nach dessen Abgang sprangen jedoch andere Akteure im Kollektiv in die Bresche, gewannen die Champions League und wurden Vize-Club-Weltmeister. "Das macht eine Mannschaft auch nicht so ausrechenbar, als wenn man nur von einem einzelnen abhängig ist", sagt der 39-jährige, der über die B+-Lizenz verfügt.

Hoffnung auf Schittler und Schraufstetter

In dem variabel einsetzbaren Pascal Schittler, der in den vergangenen beiden Bayernliga-Spielzeiten in 66 Spielen 20 Treffer erzielte, sieht Betz "einen absoluten Qualitätsspieler, der uns momentan am besten tut, wenn er ganz vorne drin spielt." Zudem hofft man im VfB-Lager auf die Tore eines Lucas Schraufstetter, der - als Mittelfeldrackerer aus der Tiefe kommend - immer für einen Treffer gut ist. 2023/24 war der 30-Jährige mit 21 Treffern Bayernliga-Torschützenkönig geworden, in der Aufstiegssaison erzielte der Vize-Kapitän stolze 15 Tore in nur 22 Einsätzen. "Wir können uns aber nicht darauf verlassen, dass es bei ihm auch in der Regionalliga weiter so gut laufen wird", schränkt Betz ein - und betont deshalb noch einmal fast schon gebetsmühlenartig, die allgemein "genügend vorhandene Qualität in der Offensive", die um Neuzugang Kevin Mutove (20 Jahre, DJK Ammerthal) verstärkt wurde.

Neu sind auch Andac Ginyol (19, SpVgg Ansbach), Jonathan Grimm (25, TSV Nördlingen), Daniel Spies (26, SV Manching) sowie die beiden Rückkehrer Markus Waffler (28, SV Breitenbrunn) und Dominik Wolfsteiner (31, TSV Greding). "Wir haben eine stabile Kaderstruktur. Ich bin mit der Zusammenstellung jedenfalls voll zufrieden", sagt der Eichstätter Coach.

Insgesamt umfasst der Kader 27 Akteure, wobei Spieler wie die beiden Eigengewächse Tom Wasztl und Samuel Schmid wohl vornehmlich Trainingsgäste sein werden. "Sie stehen in unserem Fokus, und wir wollen sie weiterentwickeln. Aber aktuell scheint bei beiden der Sprung zu groß zu sein", sagt Betz.

Test gegen Al-Nasr

An diesem Freitag (18.30 Uhr) steigt für den bayerischen Amateurmeister von 2019 mit dem Spiel in Beilngries gegen die Profis von Al-Nasr SC Dubai aus den Vereinigten Arabischen Emirate die Generalprobe für die eine Woche später startende Regionalliga-Saison. Dann empfängt der VfB Eichstätt den FC Memmingen im Hirsch-Sportpark. Nach bislang nur zwei Siegen und einem Unentschieden aus sechs Spielen mit Niederlagen gegen die Drittligisten 1. FC Schweinfurt (1:5) und FC Ingolstadt (0:5) hofft Betz auf ein achtbares Ergebnis. Er sagt aber auch: "In der Vorbereitung gibt es keine Punkte, von daher ist das Resultat eher zweitrangig. Wichtiger ist, dass man umfangreich testet, sich die nötige Fitness holt und die Abläufe verfestigt."