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"Uns stand das Wasser bis zum Hals": KSV Baunatal gelingt der Turnaround

kicker

Ganz anders als Ende 2024, als der Hessenligist das Kalenderjahr auf dem 13. Rang abschloss. Noch heute ruft der Gedanke daran unliebsame Erinnerungen hervor: "Es war eine belastende Zeit. Uns stand das Wasser bis zum Hals", erklärt der KSV-Trainer. Zum Restrundenauftakt folgte dann zunächst ein mühsamer 1:0-Erfolg beim späteren Absteiger TSV Steinbach Haiger II - der Start in ein "Megajahr 2025" (Nebe). Der ehemalige Regionalligist hatte dank einer starken Serie nichts mit dem Abstieg zu tun und konnte seine gute Form in die aktuelle Saison mitnehmen.

Wird in einigen Monaten womöglich sogar der Aufstieg ein Thema im Parkstadion sein? "Wir versuchen, das Maximale an Punkten zu holen, und schauen, was am Ende dann herauskommt", sagt Nebe, der aber auch an den Abstand zu Tabellenführer Eintracht Frankfurt II (14 Punkte) sowie zum Verfolger FC Eddersheim (7) denkt. Beide haben im Gegensatz zu den Baunatalern zudem noch keine 20 Partien absolviert. Aber: "Wenn es irgendwie möglich ist und wir die Chance kriegen, bin ich immer ein Befürworter davon, es zu machen. Beim Gedanken an die Regionalliga schlägt das Fußballherz höher", betont Nebe.

"Sehr positive Entwicklung"

Ob er selbst an Bord bleibt, wird sich voraussichtlich im Frühjahr entscheiden. Der Pädagoge steht nun schon seit 2010 in der Verantwortung. Entsprechend groß ist das gegenseitige Vertrauen, wie Manuel Pforr erklärt - schließlich habe man gemeinsam sowohl Erfolge erlebt als auch Krisen durchgestanden: "Tobias wird selbst bekannt geben, wenn eines Tages der Zeitpunkt gekommen sein sollte, an dem er nicht mehr weitermacht." Der Sportliche Leiter lässt aber keinen Zweifel am Wunsch des Vereins. "Wir würden gern mit ihm weitermachen." Nebe weist auf den hohen zeitlichen Aufwand und die damit einhergehende Belastung für seine Familie hin, betont aber auch, wie viel Spaß ihm die Arbeit beim KSV mache: "Die Entwicklung ist sehr positiv. Ich sehe großes Potenzial in der Mannschaft."

Diese musste den Ausfall von Leistungsträgern wie Mike Feigenspan, Daniel Borgardt oder Jonas Springer kompensieren. Während Letztgenannter mit einem Kreuzbandriss noch ausfällt, soll Kapitän Borgardt in der Vorbereitung auf die Restrunde wieder dabei sein. Die Dauer der Winterpause - das nächste Punktspiel steht erst am 28. Februar gegen den Hünfelder SV an - macht Nebe keine Sorgen. Der 43-Jährige hat seinem Kader individuelle Laufpläne mitgegeben und bittet am 19. Januar zum Auftakt. Highlight der Vorbereitung wird der Test gegen Regionalligist KSV Hessen Kassel am 14. Februar sein.

Nicht mehr Teil des Kaders ist dann Toni Anic. Die Neuverpflichtung vom FSV Wolfhagen hat den Verein wieder verlassen (Ziel unbekannt). Ob neben Rückkehrer Serkan Durna weitere Neuzugänge zum Kader stoßen, ist noch offen. "Wir sind nicht zum Handeln gezwungen, sondieren aber den Markt", sagt Pforr. Wie bisher locke Baunatal nicht mit großen Verdienstmöglichkeiten - ein guter Teamgeist sowie ein gutes Miteinander sollen weiter im Mittelpunkt stehen. Der KSV-Funktionär freut sich über Impulse der Sommer-Neuzugänge wie Yasin Akman (TSG Sandershausen), Silvio Babic (FSV Wolfhagen), Tim Welker (OSC Vellmar) oder auch Tom Endres (eigene Jugend). Eine "richtig gute Saison" attestiert Pforr zudem Eigengewächs Lukas Berger: Der junge Keeper ist nach dem Abgang von Yannick Wilke (SC Willingen) zur Nummer 1 aufgestiegen.