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Verletzung am Knie: Frohms unter Tränen ausgewechselt

kicker

Im vergangenen Sommer verließ Merle Frohms die Frauen-Bundesliga und schloss sich Real Madrid an. Das Kapitel bei den Königlichen sollte für die Torhüterin nach sportlich schwierigen Jahren einen Neuanfang darstellen. Vor den Olympischen Spielen 2024 in Paris war die 52-malige Nationalspielerin vom damaligen Bundestrainer Horst Hrubesch zur Nummer zwei hinter Ann-Kathrin Berger degradiert worden. Kurz darauf verkündete Frohms ihren Rücktritt aus dem Nationalteam und kritisierte die Kommunikation des DFB.

Nicht viel besser lief es in der darauffolgenden Saison zudem beim VfL Wolfsburg, wo Frohms in der Rückrunde ebenfalls ihren Nummer-eins-Status verlor, nachdem sie angekündigt hatte, den Verein, bei dem sie auch die Jugend-Mannschaften durchlief, nach drei Jahren ablösefrei zu verlassen.

Bei ihrer ersten Station im Ausland wollte Frohms endlich wieder Fuß fassen. Die 30-Jährige stellte sich dem Konkurrenzkampf mit der Spanierin Misa - und avancierte prompt zur Nummer eins. In allen sieben Ligaspielen in dieser Saison stand Frohms im Kasten, hielt sich dabei schon dreimal schadlos. Auch in der Champions League feierte die Keeperin trotz zweier Gegentore gegen die Roma einen erfolgreichen Einstand (6:2).

Duell mit Ex-Klub Wolfsburg in Gefahr?

Nun droht Frohms jedoch ein womöglich längerfristiger Ausfall. Am 2. Spieltag der Königsklasse prallte sie bei einer Klärungsaktion in der 10. Spielminute mit Gegenspielerin Merveille Kanjinga zusammen und verletzte sich dabei am rechten Knie. Frohms probierte zwar zunächst weiterzuspielen, saß aber mehrmals wieder am Boden und musste sich behandeln lassen. In der 16. Minute verließ sie schließlich unter Tränen den Platz, konnte dies aber zumindest eigenständig tun. Misa, die etatmäßig sogar Kapitänin ist, rückte für sie zwischen die Pfosten.

Von der Bank aus musste Frohms verfolgen, wie sich ihre Mannschaftskameradinnen in Hälfte eins dank Naomie Feller und Alba Redondo einen Zwei-Tore-Vorsprung erspielten. Nach dem Seitenwechsel kam PSG zwar durch Rasheedat Ajibade wieder ran, Real brachte den Vorsprung im Anschluss aber über die Zeit. Nach zwei Spielen stehen die makellosen Spanierinnen aufgrund mehr erzielter Treffer vor Wolfsburg auf Platz 2 der Tabelle, von deren Spitze der FC Barcelona grüßt.

Wie lange Frohms tatsächlich ausfällt, steht noch nicht fest. Dass sie am kommenden Sonntag im Ligaspiel gegen Levante aber nicht spielen wird, dürfte angesichts der Bilder anzunehmen sein. Ein längerfristiger Ausfall wäre insbesondere aufgrund der Konstellation in der Champions-League-Ligaphase bitter. Am 9. Dezember trifft Real im eigenen Stadion auf Frohms' Ex-Klub Wolfsburg.