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Verstärkung aus Polen: RWE verpflichtet Kostka

kicker

Julian Eitschberger war auf der rechten Abwehrseite - mal in einer Dreier- mal in einer Viererkette - von Rot-Weiss Essen in der abgelaufenen Saison gesetzt (33 Spiele, vier Tore). Hinter ihm stand Eric Voufack zur Verfügung, der 20-mal von der Bank kam und siebenmal starten durfte (ein Tor). Doch das Duo wird in der kommenden Spielzeit nicht mehr für RWE auflaufen. Eitschberger kehrt nach seiner Leihe zurück zu Hertha BSC, bei Voufack entschied man sich am Vertragsende für eine Trennung.

Somit war klar, dass besonders auf dieser Position Handlungsbedarf besteht. Mit der Verpflichtung von Michael Kostka hat Rot-Weiss nun reagiert. Der 21-Jährige Rechtsverteidiger, der wie Eitschberger auch die Schiene bespielen kann, kommt aus Polens 2. Liga von Miedz Liegnitz an die Hafenstraße und sorgt dafür, dass zumindest wieder ein Mann für die rechte Defensivseite im Kader steht.

Über 80 Profispiele in Polen

Für den gebürtigen Hannoveraner mit polnischen Wurzeln führte der Weg über die Jugendmannschaften von Hannover 96 und RB Leipzig nach Polen. Seit 2022 war er für Liegnitz aktiv, für die er 27 Spiele in der Ekstraklasa, dem polnischen Oberhaus, sowie 58 Spiele in der 2. Liga absolvierte. In der abgelaufenen Saison schoss er seine Mannschaft zum 1:0-Sieg im Halbfinale der Play-offs bei Wisla Krakau, das Finale um den Aufstieg ging allerdings gegen Wisla Plock mit 0:2 verloren.

"Wir trauen ihm zu, dass er unsere aktuelle Vakanz auf der Rechtsverteidigerposition schließt und sich in der 3. Liga beweisen wird", erklärte RWE-Direktor Profifußball Marcus Steegmann in einem Statement und verwies auf die mehr als 80 Profieinsätze in den ersten beiden polnischen Ligen. "Er ist ein fußballerisch gut ausgebildeter rechter Schienenspieler mit Entwicklungspotential und überzeugt vor allem durch Zweikampfstärke, Intensität, Tempo und Athletik."

Kostka wollte zurück nach Deutschland

Kostka wollte wieder in den deutschen Fußball zurück und gab sich entsprechend froh über den Wechsel. "RWE ist ein großer Traditionsverein mit vielen Fans", schwärmte der Außenverteidiger und versprach: "Die Fans können sich bei mir auf ganz viel Leidenschaft freuen, ich werde auf und neben dem Platz immer alles geben. Und ich werde alles daran setzen, um die Ziele des Vereins zu erfüllen."

Damit hat Rot-Weiss Essen ein weiteres Puzzleteil für den Kader gefunden, der an die furiose Rückrunde der Vorsaison (Platz 2 in der Rückrundentabelle hinter Meister Bielefeld) anknüpfen soll. Zuvor waren dafür bereits Luca Bazzoli von Zweitligist SC Preußen Münster sowie Stürmer Marek Janssen (SV Meppen) und Malte Brüning (Eintracht Trier), der das Torwart-Team nach dem Abgang von Ole Springer verstärkt, aus der Regionalliga dazugeholt worden.