Luca Jaquez - VfB Stuttgart
Das Eigengewächs des FC Luzern könnte schon bald ein Thema für Nati-Coach Murat Yakin werden. Der 22-jährige Verteidiger kam beim VfB Stuttgart in dieser Bundesliga-Saison bisher zu zwei Einsätzen, die drei weiteren verpasste er verletzungsbedingt. In beiden Spielen stand Jaquez jedoch praktisch über die volle Distanz auf dem Platz. Auch international durfte er sich bereits beweisen: Beim 2:1-Erfolg gegen Celta Vigo in der Europa League ersetzte Jaquez den angeschlagenen Finn Jeltsch und half seinem Team zum Sieg. Sein Start in Stuttgart war alles andere als einfach. Doch inzwischen hat sich Jaquez im Kader des VfB etabliert und deutet an, dass er auch für die Schweizer Nationalmannschaft eine spannende Option werden könnte. Gemäss Blick wird Luca Jaquez bei den Spielen gegen Schweden und Slowenien sein A-Nati-Debüt feiern.
Joel Schmied - 1. FC Köln
Ebenfalls ein Abwehrspieler, der noch auf sein erstes Natidebüt wartet, ist Joel Schmied. Der Berner wechselte Anfang des Jahres zum 1. FC Köln und etablierte sich dort in Rekordtempo. Mit den Geissböcken gelang ihm im Frühling der Aufstieg in die Bundesliga. Auch in der neuen Saison ist Schmied eine feste Grösse und kam in allen fünf Partien bisher zum Einsatz, meist über die volle Distanz. Mit seinen 27 Jahren bringt er nicht nur Spielpraxis auf höchstem Niveau mit, sondern auch die nötige Routine, um die Schweizer Defensive mit seiner Erfahrung spürbar zu verstärken.
Marc Giger - Union Saint-Gilloise
Einen steileren Aufstieg als Marc Giger hat in den letzten Jahren kaum ein Schweizer hingelegt. Der 21-Jährige machte innert zwei Jahren den Sprung von der Promotion League in die Champions League. Sein Wechsel vom FC Schaffhausen zu Union Saint-Gilloise sorgte dabei für Überraschung und auch die Anpassung an das Niveau in Belgien ist alles andere als einfach. Spielzeit war bisher Mangelware: Gerade einmal 32 Minuten durfte Giger in den letzten beiden Partien ran. Doch die nutzte er eindrücklich, mit einem Tor und einem Assist. Kein Wunder, dass sich der U21-Nationalspieler nun berechtigte Hoffnungen auf mehr Einsatzzeit machen darf. Auch Murat Yakin dürfte der Zürcher mit dieser Entwicklung bereits aufgefallen sein.
Franck Surdez - KAA Gent
Auch in Belgien sorgt ein weiterer Schweizer für Aufsehen, nämlich Franck Surdez. Der 23-Jährige steht seit 2023 bei KAA Gent unter Vertrag und entwickelt sich in der Jupiler Pro League stetig weiter. Seine Wurzeln hat Surdez in Neuchatel, wo er die gesamte Juniorenzeit bei Xamax verbrachte. In seiner letzten Saison in der Challenge League machte er mit 7 Toren und 7 Assists in nur 17 Spielen auf sich aufmerksam. Mittlerweile ist er in Belgien angekommen. In der laufenden Saison verpasste Surdez lediglich eine Partie, kommt jedoch nicht immer über Kurzeinsätze hinaus. Doch wenn er auf dem Platz steht, ist er gefährlich: Zuletzt traf er in nur zwölf Minuten Spielzeit.
Zachary Athekame - AC Mailand
Zachary Athekame ist der wertvollste Spieler in dieser Liste, der noch nie für die Schweizer Nati aufgelaufen ist. Der 20-jährige Rechtsverteidiger wagte im Sommer den grossen Schritt: Vom BSC Young Boys wechselte er direkt zum AC Mailand. Viele Experten hielten den Transfer für zu früh und tatsächlich bekam Athekame in den ersten Wochen kaum Einsatzzeit. Doch inzwischen durfte er erste Minuten sammeln. Besonders im Topspiel gegen Napoli, als er den verletzten Alexis Saelemaekers ersetzte und 21 Minuten lang auf der rechten Seite auflief, wusste er zu gefallen. Talent hat Athekame ohnehin. Gelingt es ihm, in Mailand mehr Spielzeit zu bekommen, dürfte auch Murat Yakin bald ganz genau hinschauen.
Filip Stojilkovic - KS Cracovia
Vor wenigen Jahren kickte er noch in der Super League: In der Saison 2022/23 erzielte Filip Stojilkovic im Trikot des FC Sion fünf Tore und zwei Assists in 18 Spielen. Seither ging es für den 25-jährigen Stürmer über mehrere Stationen weiter und mittlerweile steht er in der polnischen Ekstraklasa bei Cracovia unter Vertrag. Dort läuft es für den ehemaligen U21-Nationalspieler blendend: In neun Partien dieser Saison kam er fast immer über die volle Distanz und glänzte bereits mit sechs Toren und zwei Assists. Mit dieser Quote dürfte sich Stojilkovic auch in der Schweiz wieder ins Gespräch und vielleicht sogar bis ins Blickfeld von Murat Yakin gebracht haben.