Erzgebirge Aue befindet sich weiter auf Shoppingtour und hat am Dienstag bereits seinen achten Neuzugang in diesem Sommer bekannt gegeben: In Tristan Zobel haben die Sachsen einen neuen Innenverteidiger an Land gezogen, der 21-Jährige kommt für die kommende Saison auf Leihbasis vom Zweitligisten SC Paderborn. Bedarf in der Defensive besteht bei Aue nach den Abgängen unter anderem von Niko Vukancic, Steffen Nkansah (beide vereinslos) oder auch Kilian Jakob (zu 1860 München). Diese soll das neue Abwehrtalent schließen helfen.
Zobel, der in Koblenz geboren wurde, erhielt seine fußballerische Ausbildung beim 1. FC Kaiserslautern, schaffte dort allerdings nicht den Sprung zu den Profis. Über den Umweg über den FC Rot-Weiß Koblenz heuerte der Linksfuß 2023 bei Paderborn an und kam dort in der zweiten Mannschaft zum Einsatz.
In insgesamt 46 Partien in der Regionalliga West für den SCP II (ein Tor, zwei Assists) reifte Zobel zum Führungsspieler heran und übernahm schließlich für mehrere Monate die Kapitänsbinde. Zudem spielte sich das Talent in den Fokus des scheidenden SCP-Trainers Lukas Kwasniok (wechselt zum 1. FC Köln) und wurde zweimal im Profikader berufen. Für einen Einsatz in der 2. Liga reichte es jedoch nicht.
"Mehrere Optionen" neben Aue
Seine Entwicklung will der 21-Jährige nun in Aue fortsetzen. "Wir freuen uns, dass er sich für uns entschieden hat, trotz mehrerer Optionen", erklärte Sport-Geschäftsführer Matthias Heidrich, der auch die Vorzüge seines Neuzugangs heraushob: "Tristan Zobel bringt mit seiner Statur, seinem linken Fuß und gutem Aufbauspiel sehr gute Voraussetzungen mit."
Bei den Veilchen konkurriert der Verteidiger unter anderem mit den Neuzugängen Ryan Malone, Moritz Seiffert (beide aus FC Ingolstadt) sowie Eric Uhlmann (von Hannover 96 II) um einen Startplatz.