Ausverkauftes Stadion, echtes Traditionsduell und dennoch David gegen Goliath - mehr Cup-Atmosphäre geht kaum. Die nationale Saison beginnt am Wochenende mit den 32 Spielen der ersten Runde im ÖFB-Cup und bringt mit dem Gastspiel des SK Rapid bei Drittliga-Aufsteiger Wacker Innsbruck gleich einen einstigen Klassiker. Der WAC startet die Titelverteidigung in Wallern, Meister Sturm ist in Bischofshofen gefordert. Interessante Duelle warten auf TSV Hartberg und den LASK.
Wacker Innsbruck ist zehnfacher Meister, nach einigen finanziellen Turbulenzen aber bis in die fünfte Liga abgestürzt. In der abgelaufenen Saison gelang Wacker, das noch immer von einer großen Anhängerschaft unterstützt wird, der Aufstieg in die Regionalliga West. Zur Aufbruchstimmung kam das Losglück. 15.000 Zuschauer werden am Sonntagabend (17 Uhr LIVE! bei kicker) erstmals seit 15 Jahren für ein ausverkauftes Tivoli-Stadion bei einem Wacker-Spiel sorgen.
Wacker gegen Rapid "einfach lässig"
Auch Gegner Rapid freut sich auf das Duell der einst heißen Rivalen. "Es ist ganz einfach lässig. Ein echtes Cupspiel, die Hütte wird voll sein. Ein Traditionsklub, der wieder am Leben ist, spielt gegen den vielleicht größten Traditionsklub in Österreich, was gibt es Schöneres? Dafür bin ich Trainer, dafür bin ich Spieler, das ist eine coole Geschichte, ich finde es super und ich freue mich, dass sie wieder da sind", erklärte Rapid-Trainer Peter Stöger, der in der Saison 1994/95 für die Tiroler gespielt hat.
Eine spezielle Angelegenheit ist es auch für den jungen Wacker-Trainer Sebastian Siller (36), der einige Spiele für Rapids zweite Mannschaft gemacht hat. Das Match sei "eine coole Geschichte", meinte der gebürtige Innsbrucker, der mit Fabian Lantschner ein Trainer-Duo bildet. "Das Tivoli-Stadion war so lange nicht mehr ausverkauft. Wir können uns jetzt einmal messen gegen einen Topverein aus der österreichischen Bundesliga", führte Siller aus. "Es ist ein Bonusspiel. Es ist eigentlich die Kür vor der Pflicht", meinte Lantschner.
Viel Tradition gibt es auch am Samstag auf der Hohen Warte, wenn der Ostligist und dreifache Meister Wr. Sportclub den LASK empfängt. Der TSV Hartberg, der unterlegene Finalist der vergangenen Saison, ist am Samstag in einem oststeirischen Derby beim nur 12 km entfernten Zweitligisten SV Lafnitz gefordert.
Zuschauerobergrenze bei Gastspiel des Meisters
Titelverteidiger WAC muss am Freitag zum oberösterreichischen Regionalligisten Wallern/St. Marienkirchen, Meister Sturm (Freitag, 20.30 Uhr LIVE! bei kicker) gegen SK Bischofshofen und RB Salzburg (Samstag, 18 Uht LIVE! bei kicker) gegen Union Dietach haben ebenfalls einen Drittligisten zum Gegner.
Die Partie der Grazer wackelte zwischenzeitlich wegen Bedenken der zuständigen Behörden rund um Sicherheitsfragen, kann nun aber mit einer Zuschauerobergrenze von 1.500 doch stattfinden.
Neben Rapid ist am Sonntag auch die Wiener Austria im Einsatz. Ab (13 Uhr LIVE! bei kicker) ist der Rekord-Cupsieger bei Zweitliga-Absteiger ASK Voitsberg gefordert.