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Von Hollywood nach Hoffenheim: El-Jindaoui wechselt in die 3. Liga

kicker

Erst seit Kurzem ist Nader El-Jindaoui wieder zurück in Deutschland, seit Samstag hat der 28-Jährige aber schon einen neuen Verein. Die Internet-Bekanntheit, die 2,2 Millionen Follower bei Instagram verfolgen, wechselt mit sofortiger Wirkung zur zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim. Mit der 3. Liga beschreitet El-Jindaoui Neuland.

"Nader hat seine fußballerischen Fähigkeiten und Qualitäten in den vergangenen Jahren nachgewiesen", wird Andreas Schicker, Geschäftsführer Sport bei der TSG Hoffenheim, zitiert: "Nun will er sich hier in Hoffenheim einer neuen Herausforderung stellen und sich in der 3. Liga beweisen. Er hat in den gemeinsamen Gesprächen einen ehrgeizigen Eindruck gemacht und wir trauen ihm deswegen auch zu, in unserer U 23 eine gute Rolle einzunehmen."

Die "enorme Reichweite" in den sozialen Medien ist für die TSG "ein spannender Aspekt. Dennoch wird Nader bei uns natürlich nicht an Follower-Zahlen, sondern an seinen sportlichen Leistungen gemessen."

Bisher absolvierte der gebürtige Berliner 159 Regionalliga-Spiele sowie für Hertha BSC jeweils einen Einsatz in der 2. Bundesliga und im DFB-Pokal. Für LA Galaxy II kam er in der zurückliegenden Saison in der MLS Next Pro Liga auf elf Partien.

Schütz: "Wir glauben an das Potenzial neuer Rollen im Fußball"

Auch Stefan Kleineheismann, Cheftrainer der Hoffenheimer U 23, begrüßt die Verstärkung aus Nordamerika: "Nader ist ein reflektierter und motivierter Spieler mit klaren Zielen. Er ist technisch stark, dynamisch im Eins-gegen-eins und hat eine außergewöhnliche mentale Bereitschaft zur Weiterentwicklung. Er bereichert unsere Mannschaft."

„In erster Linie bin ich jedoch Fußballer mit Leib und Seele.“ (Nader El-Jindaoui)

Auch Markus Schütz, Geschäftsführer der TSG, sieht El-Jindaoui als spannende Personalie. "Wir verstehen uns als moderner Klub, der den Wandel im Sport aktiv mitgestaltet und an das Potenzial neuer Rollen im Fußball glaubt. Die Integration eines talentierten, ambitionierten Spielers mit starkem digitalen Footprint zahlt darauf ein. Nader repräsentiert eine Generation, die digital denkt und gleichzeitig analog kämpft. Einsatz und unerschütterlicher Wille sind wie Sichtbarkeit Wettbewerbsvorteile - auf dem Platz und daneben."

Der Sommerneuzugang will aber vor allem auf dem Platz sein Können unter Beweis stellen. "Ich freue mich riesig auf diese unglaubliche Chance bei der TSG Hoffenheim", sagt El-Jindaoui: "Viele sehen in mir wahrscheinlich den Content Creator. In erster Linie bin ich jedoch Fußballer mit Leib und Seele. Die TSG ermöglicht mir zu beweisen, dass man auch einen unkonventionellen Weg im Profifußball gehen kann. Es geht mir nicht um Likes, sondern darum, mit sportlicher Leistung zu überzeugen."