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Von Trainer bis Transfers: Schröders erste Einschätzungen

kicker

Die Fragen zur wichtigsten Personalie in seinem neuen Job musste Rouven Schröder gleich am Anfang der insgesamt knapp 40-minütigen Vorstellungs-PK beantworten. Wie ist der Zeitplan in der Trainerfrage? Welchen Eindruck hat er von Eugen Polanski? "Wir geben uns kein Zeitfenster. Die Überzeugung ist da. Wir alle müssen von einem Weg überzeugt sein", sagte Borussias neuer "Head of Sports", der einen Vertrag bis 30. Juni 2028 unterschrieben hat.

Polanski strahle "etwas Positives aus", erklärte Schröder weiter, "Eugen macht einen sehr guten Eindruck, einen sehr klaren Eindruck. Eugen ist unser Trainer, der uns morgen im Auswärtsspiel bei Union aufs Feld führen wird. Von daher ist es eine positive Grundstimmung."

Punkte und vor allem endlich mal Siege würden diese Überzeugung sicherlich weiter wachsen lassen, dass Polanski der richtige Mann für die sportlich hochkomplizierte Lage ist. Auf die brandgefährliche Situation mit einer - nach den Eindrücken der ersten Saisonwochen - durchaus realen Abstiegsgefahr soll sich der neue Sportchef zunächst auch voll konzentrieren. Schröder ist als "Head of Sports" erst einmal kein Teil der Geschäftsführung, anders als Vorgänger Roland Virkus. "Wir haben uns das gut überlegt. Wir sehen im Augenblick die Tabellensituation. Da heißt es: vollkommene Konzentration auf das operative Geschäft. Rouven ist der Chef des Sports. Aber er muss jetzt den Schwerpunkt ganz klar auf das operative Tagesgeschäft legen", erläuterte Borussia CEO Dr. Stefan Stegemann.

Für Schröder selbst spiele das Thema Geschäftsführung "keine Rolle", versicherte er. "Es muss von Anfang an ein enges Miteinander sein, wir müssen alle in die gleiche Richtung denken. Da geht es nicht um Titel, um irgendwelche Ebenen oder Hierarchien."

Vorerst keine Suche nach einem Sportdirektor

Stegemann erklärte auf Nachfrage außerdem, dass fürs Erste auch kein weiterer Sportdirektor gesucht werde, der eine Ebene unter Schröder installiert werden könnte. Um dieses Modell gab es zuletzt Spekulationen. "Wir suchen im Moment nicht weiter. Wir glauben, dass Rouven so viel Erfahrung, auch in schwierigen Situationen, mitbringt, dass es das Beste ist, wenn er sich selbst einen Überblick verschafft und dann mit uns zusammen auch selbst entscheidet, wie wir uns künftig sportlich ausrichten sollen", sagte Stegemann.

Das Tagesgeschäft wird Schröder direkt voll fordern. Das Auswärtsspiel bei Union Berlin wird wegweisend, nicht zuletzt deshalb, weil anschließend die Herkulesaufgabe gegen den FC Bayern ansteht. "Wir müssen alles tun, um da unten wieder rauszukommen. Nichts anderes zählt", verdeutlichte Schröder.

Ihn selbst habe die Tabellensituation nicht eine Sekunde abgeschreckt von der Idee, in Gladbach anfangen zu wollen. "Ich wollte unbedingt zur Borussia, wollte diese Chance ergreifen und auch kurzfristig diesen Weg gehen. Ich bin total überzeugt von diesem Klub", sagte Schröder.

Bei der Suche nach Verstärkungen vor allem die Defensive im Blick

Dass im Winter vermutlich Transfers anstehen werden im Borussia-Park, deutete der neue Sport-Boss am Donnerstag bereits an. "Wir werden die Augen aufhalten. Mit der Defensive müssen wir uns sicherlich beschäftigen. Da sind wir auch von der Anzahl her nicht im bestmöglichen Szenario", befand Schröder.