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Wagner: "Wenn du verlierst, fehlen die Argumente"

kicker

Der Blick von Sandro Wagner auf der Pressekonferenz: starr, irgendwo ins Leere. Analysieren musste er nichts, weil nach einem Rettungseinsatz auf der Tribüne in Absprache der beiden Teams in diesem Rahmen nicht über den Sport gesprochen wurde. Später diskutierte der 37-Jährige im Kabinengang lange mit Geschäftsführer Michael Ströll, den Fragen der Reporter stellte er sich im kleinen Kreis.

"Bis vor einer Woche waren wir in jedem Spiel gut drin. Mainz (1:4, Anm. d. Red.) hat uns einen Knacks gegeben. Ein Ausrutscher, wir wollten durch einfachen Fußball gewinnen, das ist uns nicht gelungen", analysierte er den Auftritt seines Teams in Heidenheim, bei dem wenig bis gar nichts gelang. Wagner nahm seine Spieler in Schutz. Am Willen habe es nicht gelegen. Der Eindruck auf der Tribüne: Zumindest teilweise ein anderer.

Die erste Chance hatte der FCA in der 58. Minute durch Fabian Rieder. Bei den Gegentoren ließ sich zunächst Keven Schlotterbeck beim 0:1 düpieren, beim zweiten Cedric Zesiger viel zu einfach überlaufen. Kapitän Kristijan Jakic tauchte im Mittelfeld ab, Alexis Claude-Maurice gelang nichts, Samuel Essende konnte sich nicht durchsetzen, Marius Wolf trabte nach einem Ballverlust an der eigenen Eckfahne nur hinterher.

Der Kampf um die Startelfplätze ist eröffnet

Alles in allem: erschreckend, nicht bundesligareif. "Wenn du verlierst, fehlen die Argumente", sagte Wagner, der von Details sprach, fehlende Leichtigkeit monierte. "Wir können mit einem guten Spiel wieder in die Spur kommen", bleibt der Coach zuversichtlich, auch der nächste Gegner Wolfsburg komme mit Negativerlebnissen. Für diese Partie rief Wagner schon am Samstag den Kampf um die Positionen aus, jeder könne sich mit einer guten Trainingswoche empfehlen.

Um seinen Job bangen muss Wagner wohl auch im Fall einer weiteren Niederlage nicht. Zu sehr hat sich der FCA dem gemeinsamen Weg mit dem jungen Coach verschrieben, ein frühes Aus fiele auch auf Ströll. Sportdirektor Benni Weber sagte in Heidenheim: "Wir gehen ganz normal in die nächste Woche rein. Wir haben einen Weg gemeinsam begonnen, den gehen wir weiter. Ich erwarte, dass wir die Dinge richtig analysieren und ganz klar an unsere Leistungsgrenze gehen. Das erwarten wir von allen, das ist keine One-Man-Show, wir zeigen nicht mit dem Finger auf Einzelne."

Weber weiß auch: "Am Samstag müssen wir liefern, wir müssen den Trend umkehren." Die Mannschaft steht also in der Pflicht, denn die Kaderqualität ist so hoch wie vielleicht noch nie, seit der FCA 2011 in die Bundesliga aufgestiegen ist. Zu sehen war davon am Samstag allerdings nichts. Das Ende vom Lied: Schlechter als die drei Punkte nach fünf Spieltagen ist der FCA nur 2012/13 gestartet.