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Warum Salzburg schon jetzt zumindest mit der Europa League planen darf

kicker

Unter Umständen hätte es für die österreichischen Klubs in dieser Europacup-Saison schon früh ganz böse laufen können. Denn obwohl sich in der abgelaufenen Spielzeit mit Sturm Graz, Red Bull Salzburg, dem WAC, Austria Wien und Rapid fünf Mannschaften für das internationale Geschäft qualifizierten, hatte nur der Meister aus der Steiermark seinen Platz in einer der drei europäischen Ligaphasen in der Tasche. Doch warum eigentlich?

Die Urasche hierfür ist Österreichs Rückfall in der UEFA-Fünfjahreswertung. Nach der Saison 2022/23 lag Österreich in dieser noch auf Rang zehn, wodurch der Meister der Saison 2023/24 (Sturm) noch fix in der Champions-League-Ligaphase 2024/25 vertreten war. Außerdem hatte auch der Cupsieger bzw. Liga-Dritte (LASK) zumindest ein Ticket für die Conference League sicher. Und aufgrund einer kuriosen Situation rund um Atalanta Bergamo war auch dem Vizemeister (Salzburg), der sich letztlich sogar für die Königsklasse qualifizierte, schon vor Beginn der Europacup-Qualifikation ein Start in der Europa League garantiert.

Nut Sturm hatte Planungssicherheit

In dieser Spielzeit ist die Situation eine völlig andere: Durch Platz 13, den Österreich in der Fünfjahreswertung nach der Spielzeit 2023/24 belegte, verloren die heimischen Klubs nicht nur ihren Fixplatz in der Champions League, sondern auch ihr zweites garantiertes Ticket für eine europäische Ligaphase. Einzig Meister Sturm, der Mitte August im CL-Play-off einsteigt und bei einer Niederlage in der EL-Ligaphase landen würde, durfte schon vor Saisonbeginn mit einem europäischen Herbst planen.

Seit Mittwochabend darf sich auch Vizemeister Salzburg, der bei drei aufeinanderfolgenden Pleiten in den europäischen Qualifikationsbewerben sogar die ECL-Ligaphase verpasst hätte, auf zahlreiche englische Wochen einstellen. Durch den 4:1-Auswärtserfolg bei Brann Bergen im Hinspiel der zweiten CL-Quali-Runde steht die Elf von Thomas Letsch mit eineinhalb Beinen in der dritten Runde - und damit zumindest in der Europa League. Denn selbst bei einem Ausscheiden gegen Belgiens Vizemeister Club Brügge, der bei einem Aufstieg gegen Brann auf die Mozartstädter wartet, würde Salzburg fix in der EL-Ligaphase spielen.

Dass Salzburg aller Voraussicht nach zumindest im zweithöchsten Klubbewerb antreten wird, liegt in den Regularien der UEFA begründet. Während die Verlierer des Ligaweges, auf dem sich Salzburg als Vizemeister befindet, nach der dritten CL-Quali-Runde direkt in die EL-Ligaphase umsteigen, müssen die Verlierer des Champions-Weges im EL-Play-off ran. Wodurch diesen letztlich der Gang in die drittklassige Conference League droht.

Österreich droht Rückfall in der Fünfjahreswertung

Für die Wiener Austria und Rapid ist die Conference League hingegen das erklärte Ziel. Die beiden Hauptstadtklubs steigen gegen Spaeri Tiflis bzw. Decic Tuzi in der zweiten Qualifikationsrunde ein und müssen für eine Teilnahme an der Ligaphase je drei Hürden nehmen. Für den WAC geht es am 7. August bei PAOK Saloniki in der dritten EL-Quali-Runde los. Bei einem Weiterkommen gegen die Griechen wäre der amtierende Cupsieger zumindest in der Ligaphase des dritthöchsten Klubbewerbs dabei, bei einer Niederlage müssten die Kärntner ins ECL-Play-off.

Besserung ist für Österreich in puncto Fünfjahreswertung nicht in Sicht, im Gegenteil. Die ÖFB-Vereine nehmen die Spielzeit von Platz 15 aus in Angriff - sollte man am Ende nur um einen Rang abrutschen, gäbe es im Sommer 2027 lediglich vier statt wie bisher fünf heimische internationale Starter. Platz zehn und damit ein Fixplatz in der Champions League ist für die rot-weiß-roten Klubs de facto außer Reichweite.