Nach Florian Wirtz und Nick Woltemade erhält der FC Bayern kurz vor dem Ende des Transferfensters wahrscheinlich einen weiteren Wunschspieler nicht: Obwohl Nicolas Jackson schon am Samstag nach München gereist war, um den Medizincheck zu absolvieren, kommt die Leihe des Stürmers nicht zustande. Im Gespräch war eine Leihgebühr in Höhe von 15 Millionen Euro. Zudem sollte der FC Bayern eine Kaufoption in Höhe von rund 65 Millionen Euro erhalten.
Chelsea blockiert den Transfer wohl kurzfristig, weil sich Jacksons Konkurrent Liam Delap verletzte. Der Neuzugang der Blues zog sich am Samstagmittag beim 2:0 gegen Fulham allem Anschein nach eine muskuläre Verletzung im Oberschenkel zu und könnte mehrere Wochen ausfallen.
Bayern verfällt nicht in Aktionismus
"Chelsea hat uns informiert, dass sie den Spieler gerne zurückhaben wollen, nachdem wir uns gestern geeinigt hatten", erklärte Max Eberl nach dem 3:2 in Augsburg in der Mixed Zone. Dementsprechend werden die Münchner "den Jungen zurückschicken". Ob es in den kommenden Tagen eine erneute Wende geben könnte, ließ Bayerns Sportvorstand offen. "Ich kann nicht in die Zukunft gucken. Wir hätten gerne gehandelt und hätten gerne die Untersuchung gemacht und die Unterschrift getätigt. Das geht jetzt nicht", so Eberl.
Aus diesem Grund müssen die Verantwortlichen nun nach einer neuen Option, die ein ähnliches Profil wie Jackson besitzt, fahnden. Jackson "wäre aus unserer Sicht ein sehr, sehr guter Fit gewesen, er hätte sehr, sehr gut reingepasst", erläuterte Eberl.
In Aktionismus verfallen die Verantwortlichen aber nicht, auch wenn ihnen das personelle Problem in der Offensive bewusst ist. "Wir werden ganz in Ruhe entscheiden, was man tut, wie man es tut, was noch möglich ist. Jeder wird nochmal sein Netzwerk und seine Kontakte aufrollen und dann schaut man eben, was möglich ist", sagte Eberl. 48 Stunden bleiben dem Rekordmeister nun noch, um eine Lösung zu präsentieren.