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Wie löst Schmidt das Personalpuzzle?

kicker

Neben den Langzeitverletzten Frank Feller, Leart Paqarada und Marvin Pieringer steht das Mitwirken eines Sextetts in Frage. So haben Thomas Keller, Patrick Mainka, Mathias Honsak, Stefan Schimmer, Sirlord Conteh und Mikkel Kaufmann unter der Woche kein Mannschaftstraining oder dieses nur in Teilen absolviert. "Da müssen wir noch abwarten, wer bis Sonntag einsetzbar ist", sagt Heidenheims Trainer, der noch dazu noch eine Partie auf den rotgesperrten Budu Zivzivadze verzichten muss, wenig amüsiert.

Schmidt sehnt Pieringers Comeback herbei

Dennoch werden rund 5000 Heidenheimer die eine Stunde andauernde Fahrt nach Stuttgart auf sich nehmen, um ihren FCH zum zweiten Sieg der Saison zu peitschen. Vor allem in der Offensive könnte es personell jedoch recht dünn werden, auch wenn Schmidt nicht ins Detail gehen wollte, wie schwerwiegend die einzelnen Verletzungen seiner Akteure sind. "Wir müssen jetzt unsere Kräfte bündeln und hoffen, dass der ein oder andere in zwei Wochen wieder mit dabei ist", blickt Schmidt bereits auf den Zeitpunkt nach der nun anstehenden Länderspielpause voraus und hofft auf ein Comeback von Marvin Pieringer, den man seit Monaten vermisse. Zivzivadze wird dann sicher wieder dabei sein, "dann sieht es schon wieder ganz anders aus."

Sorge um den abgestürzten Fan schwingt in Trainingswoche mit

Trotzdem man nach vier sieglosen Spielen gegen den FC Augsburg verdientermaßen den ersten Sieg der Saison einfahren konnte, war niemandem nach Feiern zumute, da sich ein Heidenheimer Fan auf der Tribüne verletzt hatte und mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden musste. "Das hat uns natürlich noch beschäftigt unter der Woche", sagt Schmidt. Nichtsdestotrotz habe man sich in der Woche wieder normal auf die nächste Partie vorbereitet. "Dennoch haben wir jeden Tag nachgefragt, wie es dem Fan geht und auch die Mannschaft war sehr daran interessiert, wie der Stand der Dinge ist", verrät Schmidt. Neuigkeiten über den Gesundheitszustand gab es derweil noch nicht zu vermelden.

Den VfB konnte sich Schmidt unter der Woche entspannt auf der Couch anschauen. In der Europa League verloren die Schützlinge von Sebastian Hoeneß mehr als unglücklich mit 0:2 beim FC Basel, ließen dabei eine Vielzahl an Chancen aus, unter anderem einen Elfmeter. "Auf dem Feld müssen wir uns, wie in den vergangenen Jahren in Stuttgart, schnell anpassen, kompakt und gut verteidigen. Man hat aber auch gesehen, dass die Stuttgarter immer mal wieder Chancen zugelassen haben. Je besser wir verteidigen, desto größer werden unsere Chancen", sagt Schmidt.

Gute Erinnerungen an das letzte Gastspiel beim VfB

Das eigene Ziel sei, endlich mal keinen Gegentreffer zu kassieren, das ist den Heidenheimern in den ersten fünf Saisonspielen noch nicht gelungen. "Vor der Länderspielpause wäre es der perfekte Zeitpunkt. Dann nehmen wir auf jeden Fall etwas mit. Und vielleicht gelingt uns dieser Streich ein zweites Mal, das wollen wir unbedingt", so Schmidt. Damit spielt er auf das letzte Auswärtsspiel beim VfB an, das man mit 1:0 für sich entscheiden konnte, trotz drückender Überlegenheit der Stuttgarter. "Wir möchten natürlich etwas mitnehmen, wohl wissend, dass das natürlich sehr schwierig werden wird." Honsak war der Torschütze des goldenen Treffers, der Österreicher kam damals aus einer Verletzung, wie aktuell auch. Gegen eine Wiederholung dieses Szenarios hätte beim FCH niemand etwas einzuwenden.

Ob der Einsatz des VfB unter der Woche ein Vor- oder Nachteil für die Heidenheimer sei, das beantwortet Schmidt augenzwinkernd und direkt an die Journalisten gewandt: "Ich sitze schon lange hier, Ihr sitzt schon lange hier. Diese Fragen haben wir in den vergangenen 20 Jahren oft genug durchgekaut. Macht Euch doch selbst Eure Gedanken, ob das ein Vor- oder Nachteil ist, dass Stuttgart unter der Woche gespielt hat." Das einzig Interessante sei, welches Personal Hoeneß aufstellen werde, am System des VfB ändere dies aber nichts, sagt Schmidt.

Vertrauen in Conteh und Kaufmann zahlte sich aus

Man sei sich bewusst, dass man in Stuttgart eigene Nadelstiche setzen könne, nur auf Umschaltmomente wolle man sich dabei nicht verlassen. Dadurch, dass sie angeschlagen sind, ist der Einsatz des gegen Augsburg erfolgreichen Duos, Kaufmann und Conteh, gefährdet. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass vor allem Conteh in der ersten Halbzeit eine Reihe an klaren Chancen ausgelassen hatte. "Ich ticke komplett anders als die meisten, die meckern, wenn eine Großchance vergeben wurde. Es ist gut, dass wir diese Chancen gehabt haben, die wir uns herausgespielt und herausgearbeitet haben", so Schmidt. Er ließ das Duo auf dem Feld, sprach mit ihnen in der Halbzeit und wurde letztlich belohnt mit zwei Treffern dieser Akteure. "Das hat mich wirklich gefreut, dass da keiner nachgedacht hat. Die haben einfach Lust gehabt, die zweite Halbzeit zu spielen", sagt Schmidt. Insgesamt habe seine Mannschaft stetig Schritte nach vorne gemacht - er hofft, dass sein Team diesen Weg in Stuttgart weiter bestreiten wird.