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Wieder clever: Homburgs Drittliga-Traum flammt vor dem Trier-Spiel neu auf

kicker

"Das ist ein richtig starker Gegner, der gerade in Heimspielen enorm von seinen Anhängern angefeuert wird. Sie haben uns zuletzt zweimal wehgetan. Dort wird es sehr viel auf die richtige Mentalität ankommen", sagt Michael Koch. Der Vorstand Sport des FC Homburg spricht damit über das nächste Spiel der Saarländer, an diesem Freitag um 19 Uhr im Moselstadion bei Eintracht Trier.

Der Tabellenachte aus Trier hat 15 seiner insgesamt 17 Punkte vor heimischem Publikum geholt. Die Eintracht spielt seit der letzten Saison 2024/25 wieder in der Regionalliga Südwest - und hat seit dieser Zeit den Homburgern gleich zwei unlösbare Rätsel aufgegeben. Unmittelbar nach dem Wiederaufstieg schossen die Trierer den FC Homburg im Saisoneröffnungsspiel mit 4:1 aus dem Moselstadion. Das Rückspiel ging dann ebenfalls mit 1:0 an die Eintracht. Von daher wissen Koch, das Trainerteam und die Mannschaft ganz genau, was da am Freitagabend unter Flutlicht auf sie zukommen wird. Allerdings reisen die Saarländer nach zuletzt drei Siegen und mittlerweile sieben ungeschlagenen Spielen in Serie mit extrem breiter Brust an die Mosel. Die bislang letzte Homburger Niederlage hatte es am 30. August beim 1:3 daheim gegen den FC-Astoria Walldorf gegeben.

„Ich erwarte keinen Alleingang der Freiberger, die ja in den vergangenen Punktspielen - unter anderem bei ihrer 1:2-Heimniederlage gegen uns - etliche Punkte abgegeben haben.“ (Michael Koch, Vorstand Sport, über das Aufstiegsrennen)

Die Homburger scheinen nun richtig in der Liga angekommen zu sein und haben als Tabellensechster mit 20 Zählern den Rückstand auf den Spitzenreiter SGV Freiberg auf neun Punkte verkürzt. "Ich erwarte keinen Alleingang der Freiberger, die ja in den vergangenen Punktspielen - unter anderem bei ihrer 1:2-Heimniederlage gegen uns - etliche Punkte abgegeben haben. Ich gehe vielmehr davon aus, dass mehrere Mannschaften bis zum Saisonende oben mitspielen werden - und zu denen wollen auch wir möglichst gehören", betont Koch. Diesbezüglich sei das folgende Spiel in Trier von großer Bedeutung, um in der Tabelle oben dranbleiben zu können. "Die Stimmung bei unseren Fans ist momentan richtig gut. Von daher wollen wir nun in Trier zusammen mit ihnen im Rücken dafür sorgen, dass unser Leistungshoch anhält", meint der Vorstand Sport.

Dass die Grün-Weißen nun wieder in Reichweite der vorderen Tabellenplätze gerückt sind, führt Koch in allererster Linie auf die immer besser werdende Chancenverwertung zurück. "Wir hatten ja auch bereits zuvor gute Leistungen abgeliefert, aber vor dem gegnerischen Tor einfach nicht clever genug agiert", sagt der 72-Jährige. So sei unter anderem zu Hause beim 1:1 gegen den TSV Steinbach Haiger oder auch bei der bereits erwähnten 1:3-Heimniederlage gegen Walldorf deutlich mehr möglich gewesen. "Und wenn ich an unsere 3:5-Niederlage beim SC Freiburg II denke, ärgere ich mich heute noch über unsere richtig fahrlässige Chancenwertung in der ersten Halbzeit. Bis zur Pause hätte es dort nicht nur 3:2 für uns stehen können - vielmehr hätten wir das Spiel bis zu diesem Zeitpunkt bereits zu unseren Gunsten entschieden haben müssen", erklärt der Vorstand Sport.

Koch erwartet Selbstbewusstsein

Aber vergebenen Möglichkeiten nachzutrauern, helfe ja nichts. "Wie gesagt: Die Fans sind wieder gut gelaunt - und wir verwerten endlich unsere Chancen deutlich besser als noch zuvor. Von daher ist bei uns aktuell die Stimmung durchweg positiv. Nun wollen wir auch gemeinsam in Trier bestehen und unsere Erfolgsserie fortführen", erwartet Koch am Freitag eine selbstbewusst auftretende Homburger Mannschaft. Die Devise im Moselstadion laute, über den Kampf ins Spiel hineinzufinden.

Und sollte es den Grün-Weißen wirklich gelingen, dem Angstgegner aus der vergangenen Saison die zweite Heimniederlage der laufenden Runde zuzufügen, würde die Euphorie rund ums Waldstadion weiter zunehmen und bei den Anhängern Hoffnungen auf einen möglichen Aufstieg in die 3. Liga wecken. Und dies war am 27. September bei einem Rückstand von 16 Zählern auf Freiberg noch undenkbar gewesen.