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"Wir hinterfragen alles": Aachener Verletztenmisere nimmt kein Ende

kicker

Das Hauptthema der Aachener Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Heimspiel gegen den FC Ingolstadt war von Beginn an klar: Emma Gilessen, Mitarbeiterin in der Presseabteilung der Alemannia, eröffnete die Runde mit der obligatorischen Frage nach dem Fitnesszustand der zuletzt verletzten oder angeschlagenen Aachener Spieler. Nur konnte Trainer Benedetto Muzzicato darauf keine so einfache Antwort geben: "Fit … das ist so eine Sache."

Sieben Spieler fehlen definitiv - Fragezeichen bei Winter und Sulejmani

Dann begann der 47-Jährige eine lange Aufzählung der Spieler, die am Wochenende nicht zur Verfügung stehen würden. Mika Hanraths, Fabio Torsiello, Gianluca Gaudino, Jeremias Lorch, Matti Wagner, Lamar Yarbrough und Lukas Scepanik werden definitiv fehlen. Lediglich bei zwei Spielern gibt es noch Hoffnung auf einen Einsatz: "Nils Winter hat sich diese Woche etwas am Fuß zugezogen, was jetzt nicht dramatisch ist - eventuell steigt er morgen schon wieder ein. Valmir Sulejmani hat heute mitgemacht, wobei wir uns auf dem Platz eher langsam bewegt haben, wenig gemacht haben. Wir müssen bis morgen warten, wie seine Patellasehne auf Dynamik und Zweikämpfe reagiert."

Unterm Strich hielt Muzzicato fest: "Stand jetzt hätten wir sogar einen Platz im Kader frei." Was in der Kreisliga Woche für Woche auf den Dorfplätzen der Republik die Normalität darstellt, ist für einen Profifußballverein doch ziemlich ungewöhnlich. Das sieht auch der Trainer so: "Es ist für mich auch außergewöhnlich, dass man Mitte Oktober einen Platz im Kader frei hat. Das ist ein komisches Gefühl." Viel lieber wäre er gezwungen, einzelne Spieler aus dem Kader zu streichen, weil der Konkurrenzkampf zu groß ist.

Muzzicato kündigt Tests an: "Alles, was gecheckt werden kann"

Jedoch sei es seit dem ersten Tag, an dem der ehemalige Trainer von Viktoria Berlin in Aachen auf dem Trainingsplatz stand, so, "dass wir nie über einen längeren Zeitraum mal mehr als 18 Feldspieler auf dem Platz hatten". Deshalb hinterfrage man aktuell "alles" und dabei gehen die Verantwortlichen auch unübliche Wege: "Wir haben jetzt entschieden, dass wir einige Tests mit den Spielern durchbringen wollen. Egal, ob es der Optiker ist, ob es der Zahnarzt ist. Alles, was gecheckt werden kann, muss gecheckt werden."

Es sei besonders ungewöhnlich, dass es immer wieder "muskuläre Probleme sind", die dazu führen, dass Alemannia Aachen so viele Spieler verliert. "Das sind Sachen, die musst du hinterfragen."

Für die Partie am Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen den FC Ingolstadt werden die neuen Methoden aber noch keine Besserung bringen. Aachen wird mit dem ausgedünnten Kader auskommen müssen und trotzdem alles daran setzen, den vierten Sieg der noch jungen Saison einzufahren.