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Wolfsburg in Lissabon: Sechs Talente und die Suche nach dem Ebnoutalib-Ersatz

kicker

Der gewünschte Stürmer war schon da. Kurz vor Weihnachten soll es gewesen sein, da schaute sich Wunschangreifer Younes Ebnoutalib in Wolfsburg alles an, führte intensive Gespräche mit den VfL-Verantwortlichen. Der Versuch von Sportdirektor Pirmin Schwegler, den 22-Jährigen seinem Ex-Klub Eintracht Frankfurt vor der Nase wegzuschnappen, scheiterte jedoch. Ein paar Tage später folgte die Absage Ebnoutalibs, der sich als gebürtiger Frankfurter letztlich für die Eintracht entschied.

Trainingslager bis zum 8. Januar in Lissabon

Und so wird Dzenan Pejcinovic an diesem Freitag der einzige gelernte Profistürmer sein, der den Mannschaftsflieger betritt, der den VfL gegen 15.25 Uhr von Braunschweig nach Lissabon bringt. In Portugal bereitet sich der Tabellenzwölfte bis zum 8. Januar auf die zweite Saisonhälfte vor.

Nun ist beim U-21-Nationalstürmer durch seine drei Tore kurz vor Weihnachten beim 3:4 gegen Freiburg bemerkenswert der Knoten geplatzt, dennoch will Wolfsburg im Angriff nachlegen. Die Suche nach einem weiteren Torjäger, sozusagen dem Ebnoutalib-Ersatz, läuft auf Hochtouren.

Spielt Wind nie mehr für Wolfsburg?

Denn: Im Angriff wird es knapp. In Portugal nicht mit dabei ist Jonas Wind (wie auch sein an der Schulter verletzter dänischer Landsmann Joakim Maehle), der nach seiner Oberschenkelverletzung noch lange brauchen wird, bis er wieder auf dem Rasen steht. Vielleicht im März, eher im April, so heißt es, könnte der 26-Jährige zurückkehren. Mitte Mai ist die Saison vorbei, manch einer befürchtet, dass Wind nie wieder für Wolfsburg auflaufen wird. Im Sommer verlässt der Stürmer den Klub.

In Lissabon ebenso nicht dabei ist Topscorer Mohammed Amoura, der sich beim Afrika-Cup mit Algerien für das Achtelfinale qualifiziert hat, das Endspiel steigt erst am 18. Januar, der 25-Jährige könnte also die Spiele gegen die Bayern, St. Pauli und Heidenheim verpassen.

Volles Vertrauen in Pejcinovic, aber ...

Volles Vertrauen also in Pejcinovic? Grundsätzlich ja, das betont auch Sportdirektor Schwegler. "Wir sind froh, dass Dzenan da ist. Er wird für uns in den nächsten Wochen und Monaten sehr wichtig sein." Dennoch soll ein weiterer Angreifer kommen, Spieler wie Patrick Wimmer oder Adam Daghim im Angriffszentrum wären bestenfalls Notlösungen.

30 Spieler - Jenson Seelt fehlt vorerst erkrankt - reisen mit Neu-Chef Daniel Bauer für das Trainingscamp, darunter eine ganze Reihe an Nachwuchskräften aus der Wolfsburger U 19. Neben Jan Bürger und Pharell Hensel, die in der Hinserie bereits ihr Bundesligadebüt feierten, sind auch Till Neininger, Darwin Soylu, Bruno Katz und Trevor Benedict dabei. Erstmals zeigen kann sich der bislang einzige Winterneuzugang Cleiton, der von Flamengo Rio de Janeiro kam. Bei dem Innenverteidiger soll es nicht bleiben - ein Stürmer soll auf jeden Fall noch kommen.