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Wundertüte Ritter: Was ist nächste Saison drin?

kicker

FCK: Spielmacher ist immer für den Unterschied gut - wenn er denn will

Selbsterkenntnis ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung. Marlon Ritter legte vor rund einem halben Jahr in der Winterpause (mal wieder) den Schalter um. Die Hinrunde der abgelaufenen Saison war für seine Verhältnisse wirklich unteriridisch. Ein Tor und keine einzige Vorlage steuerte der Spielmacher zum Erfolg des 1. FC Kaiserslautern bei.

Der damalige Trainer Markus Anfang zeigte Ritter, dass er mit dieser Einstellung nicht weit kommt. "Er hat in der Hinrunde die Konsequenz gesehen: Wenn ich im Training nicht Gas gebe, dann spiele ich halt auch nicht", sagte der Chefcoach nach der Hinrunde.

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Konsequenzen gezogen hat fortan Ritter selbst und wieder unter Beweis gestellt, dass er in der 2. Liga den Unterschied machen kann - wenn er denn will. Die vier FCK-Siege zum Auftakt in die Rückrunde kamen auch deshalb zustande, weil Ritter in drei Spielen selbst getroffen und im vierten Spiel den Siegtreffer vorgelegt hatte. Mit in Summe sieben Toren und drei Vorlagen spielte Ritter die in dieser Hinsicht beste Halbserie seiner Karriere in der 2. Liga.

Für die kommende Saison hat das erst mal nichts zu heißen. Ritter hat sich schon mehrfach in seiner Karriere, die ihn 2020 auf den Betzenberg führte, nach guten Phasen Rückfälle in die Bequemlichkeit geleistet. Es steckt nun mal so viel fußballerische Genialität in ihm, dass er in dieser Liga auch mit weniger als 100 Prozent Spiele entscheiden kann. Anfang ist zwar nicht mehr da, doch auch dessen Nachfolger Torsten Lieberknecht wird ihm das nicht durchgehen lassen.

Fußballgenie und unangenehmer Zweikämpfer

In Bestform geht aber auch künftig kein Weg am 30 Jahre alten Spielmacher vorbei. Zumal Ritter nahezu jede Position im Mittelfeld übernehmen kann. Marco Antwerpen zog ihn einst in der 3. Liga zurück auf die Sechserposition und machte aus dem Fußballgenie auch noch einen sehr unangenehmen Zweikämpfer. Diese Eigenschaft hat sich Ritter auch in den offensiveren Positionen behalten. Wenn er denn will. Ritter ist und bleibt eben eine Wundertüte.