Bundestrainer äußert sich
Die deutschen Frauen bereiten sich gerade auf die kommenden Nations-League-Spiele gegen die Niederlande am Freitag (20.30 Uhr) und in Österreich am Dienstag (20.30 Uhr) vor. Für Unruhe hatte unlängst aber öffentliche Kritik an der Kommunikation von Bundestrainer Christian Wück gesorgt.
So hatte die in den USA für North Carolina Courage spielende Felicitas Rauch nach ihrer Nicht-Berücksichtigung via Instagram deutliche Kritik geübt, als sie schrieb: "Mich nicht einzuladen, ist das eine. Mich nicht zu informieren und mir aber nicht mal einen Grund zu nennen, verstehe ich einfach nicht. Hier wünschte ich mir eine viel transparentere Kommunikation." Zuletzt hatte auch schon Stürmerin Nicole Anyomi (Eintracht Frankfurt) fehlenden Austausch mit dem Trainer moniert.
Nun räumte Wück Probleme in der Kommunikation mit den Nationalspielerinnen ein. "Kommunikation ist und bleibt ein sehr wichtiges Thema", sagte der 51-Jährige: "Und wenn es da Irritationen gibt, und die hat's dann halt auch gegeben, dann muss man die klären." Weiter verriet der Bundestrainer, dass es inzwischen Gesprächen mit Anyomi und Rauch gegeben habe, bei denen Missverständnisse ausgeräumt worden sind.
Guter und reger Austausch
"Nicht nur das: Wir haben natürlich dann auch aktiv mit der Mannschaft, mit dem Mannschaftsrat zuallererst, noch mal das Thema aufgegriffen. Ich habe gesagt, wie ich die Kommunikation bei Nominierungen oder auch zwischen den Lehrgängen behandle", erläuterte Wück und befand: "Es war ein guter Austausch, ein reger Austausch. Von daher ist die Sache für uns intern schon längst erledigt. In der Öffentlichkeit anscheinend noch nicht."
Die Spiele in Bremen gegen die Niederlande und in Wien gegen Österreich sind die letzten zwei Partien vor dem Start der Europameisterschaft in der Schweiz (2. bis 27. Juli). Am Freitag kann Deutschland mit einem Sieg über Oranje dabei das Ticket fürs Final Four der Nations League lösen.