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Wück vor dem Duell mit den Niederlanden: "Es ist eigentlich ein Endspiel"

kicker

Bundestrainer will den nächsten Schritt gehen

Christian Wück über….

…das Thema Kommunikation: Kommunikation ist und bleibt ein sehr wichtiges Thema. Wenn es Irritationen gibt - und die hat es gegeben -, dann muss man die klären. Das habe ich proaktiv gemacht, Feli (Felicitas Rauch, Anm. d. Red) angerufen und die Sache mit ihr geklärt. Es war ein sehr offenes, ehrliches Gespräch, und die Sache ist geregelt. Das gleiche gilt für Nicole (Anyomi, Anm. d. Red). Nicole hat mich noch vor der Nominierung kontaktiert, und sie wäre ja auch dabei gewesen, aber sie konnte leider nicht teilnehmen wegen einer Verletzung. Auch da ist das Gespräch sehr offen und ehrlich abgelaufen und auch da wurden etwaige Missverständnisse aus dem Weg geräumt. Nicht nur das, wir haben das Thema auch proaktiv mit der Mannschaft aufgegriffen. Ich habe meinen Standpunkt erklärt, wie ich das Ganze regele, wie ich die Kommunikation bei Nominierungen oder auch zwischen den Lehrgängen handhabe. Wir haben darüber offen gesprochen. Es war ein guter Austausch, und von daher ist die Sache für uns intern schon längst erledigt.

…die Bedeutung des Spiels gegen die Niederlande: Es ist ein unheimlich wichtiges Spiel. Das dürfte allen klar sein, weil wir mit einem Sieg Erster in unserer Gruppe werden und zum Finale fahren. Das war unser erklärtes Ziel, als wir die Arbeit mit der Mannschaft begonnen haben. Und genau mit diesem Spirit wollen wir das Ganze auch angehen. Unabhängig davon ist es für uns aber auch schon ein Härtetest für die Europameisterschaft. Es ist eigentlich ein Endspiel. Wir wissen, dass es um sehr viel geht.

…worauf es gegen die Niederlande ankommt: Wir haben in diesem Lehrgang sehr viel Taktik trainiert. Wir wollten, dass die Spielerinnen verinnerlichen, wie wir uns mit Ball, aber eben auch gegen den Ball verhalten wollen. Da haben wir in dem einen oder anderen Nations-League-Spiel ein paar Verhaltensweisen gesehen, die wir noch mal aufgegriffen haben. Das war unser Hauptschwerpunkt: die taktische Arbeit mit den Mädels auf dem Trainingsplatz. Und wir hoffen, dass wir das gegen die Niederlande so umsetzen können: Wir wollen dominant auftreten, wir wollen aber auch mal dem Gegner den Ball überlassen. Wir wollen die Geduld haben, uns den Gegner zurechtzulegen und ich hoffe, dass wir dahingehend den nächsten Schritt gehen werden.

…die Startaufstellung gegen die Niederlande: Wir werden mit der bestmöglichen Formation starten.

…die Einsatzchancen von Giovanna Hoffmann: Die Chancen sind definitiv gegeben. Ich halte sehr viel von Giovanna. Sie hat ihr erstes Spiel in Wembley von Anfang an gemacht, hat sich dort sehr gut eingefügt, hat ihre Qualitäten auf dem Platz gezeigt - und das macht sie in jedem Lehrgang bei uns. Sie ist eine Mittelstürmerin, wie wir sie uns alle vorstellen. Sie hat Qualitäten, den Ball festzumachen, sie schießt Tore, sie hat eine gewisse Körpergröße, um den Ball zu verteidigen, um den Ball zu verteilen. Von daher sind die Chancen durchaus vorhanden.

…Lena Oberdorf: Man merkt, dass sie es genießt, mit einer Mannschaft zu trainieren. Das war ein Augenmerk, ihr bei uns die Möglichkeit zu geben, auf diesem Niveau mit Top-Spielerinnen auf dem Platz zu stehen und sich zu beweisen. Ich bin kein großer Fan von Werten und von Daten, aber ihre Werte sind fast auf dem Niveau der anderen Spielerinnen. Das passt alles. Wir merken aber auch, dass sie in der einen oder anderen Situation noch sehr viel in ihren Körper rein hört, was auch ganz normal ist. Aber sie kommt mit jedem Tag, mit jedem Training mehr in die Form, in der wir sie alle kennen. Und mich freut es, wenn sie Zweikämpfe gewinnt. Wenn sie selbst merkt, dass wieder alles geht, dass sie sich weniger Gedanken machen muss und wieder intuitiv Fußball spielen kann. Wir sind mit ihrer Trainingsleistung sehr zufrieden.

...keine weiteren Testspiele vor der EM: Es hat einen Grund, weshalb wir in der Vorbereitung in Herzogenaurach kein Testspiel mehr machen. Wir wollen die Zeit auf dem Platz nutzen, mit den individuellen Spielerinnen trainieren, mit den Mannschaftsgruppen trainieren, aber eben auch mit dem kompletten Team. Ich denke, Spiele hatten die Spielerinnen in diesem Jahr genug, und wir freuen uns alle unheimlich auf die Europameisterschaft. Von daher kann es endlich losgehen.