Fehlercode: %{errorCode}

"Zu Hause einsperren": Koschinat und das Szenario mit Guirassy

kicker

Bis zur 79. Minute war Essen an einer Pokalüberraschung dran, ehe Dortmunds Torjäger Serhou Guirassy auf den Plan trat, den Ball sauber am Strafraum annahm und aus der Drehung zum entscheidenden 1:0 im RWE-Tor versenkte. Dabei hatte sich Uwe Koschinat vor dem Spiel die ganze Woche über die Frage gestellt, was passieren müsste, damit RWE "es vielleicht schaffen kann, die große Sensation hinzulegen. Da habe ich immer wieder gesagt: Irgendwie muss es uns gelingen, Guirassy zu Hause einzusperren."

Das ging natürlich nicht, und so ging Essen nach heißem Pokalfight und 90 Minuten als Verlierer vom Platz, der BVB dagegen zieht eine Runde weiter. "Ich glaube, das sagt dann viel über das Spiel aus, wenn eine solche herausragende Einzelleistung am Ende dieses Spiel entscheidet", so Koschinat am ARD-Mikrofon.

Die Niederlage machte dem RWE-Trainer sichtlich zu schaffen. "Ich hätte mir kein Szenario vorstellen können, bei dem ich nach einem Spiel gegen Borussia Dortmund so krass enttäuscht bin, muss ich ehrlich sagen", gab Koschinat Einblick in seine Gefühlswelt - und führte aus: "Wir haben über weite Strecken wirklich ein sehr vorzeigbares Spiel gemacht und alles reingeworfen, was möglich war. Auf der großen Bühne gegen eine solche herausragende Mannschaft haben wir ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Da ist es sehr schade, dass wir am Ende mit leeren Händen dastehen."

Auch, weil Ramien Safi kurz vor der Pause allein vor Gregor Kobel am BVB-Torwart scheiterte. "Zumindest hätte es die Tür ein Stückchen weiter geöffnet, ganz sicher", sieht Koschinat eine Schlüsselszene darin, zumal sein Team "in der Phase wirklich gut im Spiel" war. "Wir haben angefangen, Dortmund nach sehr wackeligen ersten zehn Minuten - das muss man klar so sagen - sehr weh zu tun. Der Coach lobte auch den "mutigen Spielaufbau" seiner Mannschaft, die "das Spiel in einigen Phasen offenhalten" konnte. Bis das Tor in einer Phase fiel, "wo so gar nichts in der Luft lag".

"Eigentlich ein No-Go bei uns"

Am Ende überschattete jedoch ein übles Foul von Kelsey Owusu an Yan Couto das Spiel. Der Dortmunder musste verletzt vom Platz getragen werden. "Ich muss ehrlicherweise sagen, nicht um mich rauszureden, ich habe die Szene gar nicht gesehen, weil in der Szene zwei Spieler in meinem Sichtfeld standen", sagte Koschinat, der aber auch geahnt hatte, dass Owusu den aus der Gefahrenzone rausdribbelnden Yan Couto hart angegangen hatte und dies auch verurteilte. "Eigentlich ein No-Go bei uns", so Koschinat. "Es darf und soll nicht sein", meinte der 53-Jährige zur "völlig übermotivierten" Aktion seines Mittelfeldspielers.