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"Es war eine Bauchentscheidung" - Hornke blickt auf seine letzte Bundesliga-Saison

kicker

"Ich fühle mich gut mit der Entscheidung. Ich glaube, dass es der richtige Zeitpunkt ist", sagt Hornke im Gespräch. Die Entscheidung sei über längere Zeit gereift: "Es war kein Moment von heute auf morgen, sondern ein Prozess über ein, zwei Jahre. Letztlich war es eine Bauchentscheidung - so wie eigentlich alle wichtigen Entscheidungen in meiner Karriere."

Dass Hornke diesen Schritt in Magdeburg macht, ist kein Zufall. Seit elf Jahren lebt der gebürtige Hannoveraner in der Elbestadt - mit seiner Frau, die aus Magdeburg stammt. "Ich habe die Stadt einfach lieben gelernt. Sie hat für mich genau die richtige Größe. Sie ist nicht zu hektisch, aber auch kein Dorf. Hier fühlen wir uns sehr wohl."

Hornke kam 2010 vom TSV Hannover-Anderten zum SCM. Damals war er ein junger Rechtsaußen, der hinter Robert Weber Erfahrungen sammelte. "Der Schritt war riesig. Aus der 2. Liga in die Bundesliga, raus von zu Hause. Ich musste erstmal lernen, was es heißt, Handballprofi zu sein."

Rückkehr zum SCM - vom Mitspieler zum Trainer

Unter Trainer Frank Carstens entwickelte sich Hornke weiter, bevor er 2014 zum TBV Lemgo wechselte. Dort wurde er zum gestandenen Bundesligaspieler: "In Lemgo habe ich dann regelmäßig gespielt - da bin ich zum richtigen Bundesliga-Profi gereift."

2018 kehrte Hornke nach Magdeburg zurück und wird dort von seinem früheren Mitspieler Bennet Wiegert trainiert. "Natürlich war es anfangs ungewohnt, aber Benno hat eine natürliche Autorität. Er lebt den Handball rund um die Uhr. Da war sofort klar, dass das Verhältnis als Trainer und Spieler funktioniert."

Bittere Momente und besondere Erinnerungen

Besonders stolz ist Hornke auf die erste Deutsche Meisterschaft 2022: "Das war die ehrlichste und emotionalste Trophäe. Über eine ganze Saison konstant gut zu spielen, das ist härter, als ein einzelnes Finale zu gewinnen."

Neben den großen Erfolgen, wie Meisterschaften, Pokalsieg oder Champions-League-Titel, bleibt auch ein Schattenmoment in Erinnerung: die Verletzung bei den Olympischen Spielen. "Das war sicher der bitterste Moment meiner Karriere. Aber insgesamt bin ich dankbar, dass ich weitgehend verletzungsfrei geblieben bin."

Kein Handball-Job nach der Karriere

Wie es nach dem Karriereende weitergeht, weiß Hornke bereits, möchte es aber noch nicht verraten. Nur so viel: "Mein Plan hat nichts mit Handball zu tun."

Bis dahin will er mit dem SCM noch einmal alles geben: "In der GETEC Arena einzulaufen, wird immer Gänsehaut bleiben. Das hat sich in all den Jahren nicht geändert - und ich hoffe, das bleibt bis zum letzten Spiel so."

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