Mit seiner Kritik an Auftaktgegner Österreich hat Deutschlands Torhüter Andreas Wolff vor dem EM-Auftakt für Aufsehen gesorgt. "Österreich spielt absoluten Anti-Handball. Das möchte eigentlich keiner sehen", hatte der Keeper vom THW Kiel gesagt.
Eine bessere Motivation hätten sie sich nicht wünschen können, ließen einige Spieler der ÖHB-Auswahl danach verlauten. Zur Halbzeit der Partie gegen den Nachbarn bekam Wolff aber auch Lob für seine Wortwahl von Nationalmannschaft-Teammanager Benjamin Chatton.
"Er hat damit als Erfahrener die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Das war eine extrem clevere Aktion", lobte Chatton in der ARD beim Stand von 12:8 für Deutschland. Von den zahlreichen jungen Spielern in der deutschen Mannschaft habe im Anschluss keiner mehr geredet. Wolff habe so den Druck von ihnen genommen.
Eine klare Forderung an den Weltklasse-Torhüter hatte Chatton aber auch. "Wer Sprüche klopft, muss auch Bälle halten", sagte der 44-Jährige. Zumindest im ersten Durchgang war Wolff das schon mal gut gelungen.