Mit Rechenspielchen gibt man sich im österreichischen Team nicht ab. Man wolle zum Abschluss zeigen, was in der Mannschaft steckt und ein Topspiel abliefern, erklärt Lukas Hutecek: "Wir alle sind motiviert ohne Ende und wollen endlich ein gutes Spiel zeigen. Das haben wir in den letzten Wochen nicht geschafft, dass wir so ein Topspiel haben. Wir alle haben das Gefühl, dass es schön langsam Zeit wird und wir hoffen, dass es morgen so weit ist."
Nicht zuletzt der Sieg Serbiens über Deutschland hat bestätigt, was im Vorfeld von allen Seiten prolongiert wurde. Nämlich, dass es sich um eine Monstergruppe handelt. "Serbien ist eine sehr gute Mannschaft. Das haben sie gegen Deutschland gezeigt. Das unterstreicht auch, wie schwer diese Gruppe ist", betont auch Teamchef Iker Romero.
Der Spanier hatte schon vor Beginn der EM darauf hingewiesen, dass es gewisse Ähnlichkeiten im Spielstil zwischen seinem Heimatland und Serbien gibt. Von seinem Team verlangt er, dass man ab sofort alles in das Spiel investiert: "Um dieses Spiel zu gewinnen, müssen wir von jetzt weg, bis zum Spielende, alles geben. Wir brauchen ein bisschen mehr Konstanz und ich will sehen, dass wir unsere Schwächen vom Spiel gegen Spanien in der Deckung ausmerzen und das gegen Serbien besser machen. Was in dieser Gruppe jetzt alles passieren kann, liegt nicht allein in unseren Händen. Ich denke nur daran, dass wir morgen unser bestes Spiel machen."
Weiterkommen noch möglich
Dass nun doch rein rechnerisch gegen Serbien noch mehr möglich ist, gab dem Team nochmals Energie, so Hutecek: "Wenn ein Funken Hoffnung da ist, dann gibt das ganz viel Kraft, aber wir müssen zunächst mal auf uns schauen. Wir wollen unbedingt morgen die ersten Punkte holen, wollen unbedingt einen Sieg. Da sind keine Rechnereien im Kopf. Wir müssen mal auf unsere 60 Minuten schauen und es ist noch immer eine EM und es ist noch immer ein Privileg hier zu sein. So müssen wir das Spiel auch angehen."
Um Serbien zu knacken, gilt es unter anderem ihren Torhüter Dejan Milosavljev nicht ins Spiel kommen zu lassen. Seinen Teamkollegen bei den Füchsen Berlin, bezeichnet Lukas Herburger als X-Faktor: "Da müssen wir extrem auf der Hut sein. Da haben wir gegen Spanien schon viele Bälle liegen gelassen."
In der Deckung erwarte der Abwehrchef nichts großartig Neues, wie er sagt. Aufpassen gilt es vor allem in der Anfangsphase: "Die werden bis in die Zehenspitzen motiviert sein. Das mal in den Anfangsminuten abzufangen, wird extrem wichtig sein und das wird nicht leicht werden. Es wird vor allem eine Kopfsache werden. Wir müssen mit eintausend Prozent reingehen. Wir brauchen Punkte. Wenn wir das Spiel auch noch verlieren, bringt uns das in eine schlechte Situation in Bezug auf die WM-Quali. Ich würde es komplett zur Seite legen, dass wir noch weiterkommen können und den vollen Fokus auf einen Sieg gegen Serbien legen."
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