Albtraumstart
Für die Oregon Ducks begann das Spiel mit einem Desaster. Direkt im ersten Play des Spiels warf Oregon-Quarterback Dante Moore eine Out-Route auf seinen Receiver. Ihm geriet der Ball aber etwas in den Rücken seines Mitspielers und so konnte Hoosiers-Verteidiger D’Angelo Ponds den Ball abfangen und direkt für einen Pick-Six-Touchdown zurücktragen.
Nach diesem ersten Schock erholte sich Oregon aber erstaunlich gut und Moore führte im zweiten Drive die Oregon-Offense übers Feld und vollendete mit einem 19-Yard-Touchdown-Pass auf Jamari Johnson zum 7:7-Ausgleich.
Doch auch die Offense von Indiana antwortete sofort mit einem Scoring-Drive. Fernando Mendoza verteilte die Bälle gut und mit einem starken Laufspiel, war Indiana schnell in der Redzone der Ducks, wo Mendoza mit seinem ersten von fünf Touchdown-Pässen die Hoosiers wieder mit 14:7 in Führung brachte.
Shut-Out-Quarter
Das zweite Quarter startete unspektakulär, denn beide Teams mussten bei ihrem ersten Drive im Quarter punten. Im zweiten Drive von Oregon standen sich die Ducks allerdings wortwörtlich wieder selbst im Weg. Kurz vor der eigenen Endzone setzte Ducks-Quarterback Moore zu einem Wurf an. Doch sein Runningback Dierre Hill lief bei einem Playfake zu nah an seinem Quarterback vorbei und kam mit seiner Schulter gegen den Arm des Quarterbacks, der daraufhin bei seiner Ausholbewegung den Ball verlor. Indiana reagierte sofort und warf sich auf den freien Ball wenige Yards vor der Endzone.
Für die Indiana-Offense war es ein Leichtes, dieses Geschenk mit einem kurzen Rushing-Touchdown von Kaelon Black anzunehmen. Die Indiana-Defense zwang Oregon zum nächsten Punt und Mendoza führte sein Team erneut übers Feld und legte den nächsten Touchdown nach, mit einem perfekten tiefen Pass auf Charlie Becker zum 28:7.
Oregon glitt das Spiel aus den Händen, so wie Dante Moore der Ball im nächsten Drive bei einem Sack. Damit konnte sich Indiana den dritten Turnover in der ersten Halbzeit sichern und Oregon ging erneut ohne Punkte vom Feld. Auch diese gute Feldposition nutzte Indiana gnadenlos und Mendoza fand Elijah Sarratt zum nächsten Touchdown kurz vor der Halbzeit.
In den letzten Sekunden der ersten Halbzeit zeigte Moore und die Oregon-Offense mal wieder ihr volles Potenzial und erreichte in weniger als 50 Sekunden die Field-Goal-Range. Doch für Kicker Sappington war es nicht nah genug, denn der 56-Yard-Field-Goal-Versuch mit auslaufender Uhr war deutlich zu kurz. So ging es mit 35:7 in die Halbzeit und während Indiana gleich drei Touchdowns im zweiten Quarter erzielen konnte, blieben die Ducks ganz ohne Punkte.
Kleiner Oregon-Sieg
Nach der Halbzeit machte Indiana im ersten Drive einfach genauso weiter, wie in der ersten Halbzeit. Mendoza hatte zunächst noch Glück, dass sein Fumble von der Offense aufgenommen wurde, ehe er einige Plays später seinen vierten Touchdown-Pass anbringen konnte. Diesmal war es E.J. Williams, der den Ball in der Endzone fing und auf 42:7 erhöhte.
Auch Oregon kam gut aus der Halbzeit und erzielte im Gegenzug direkt auch einen Touchdown, durch einen Lauf von Jay Harris aus zwei Yards Entfernung. Ein 71-Yard-Run von Dierre Hill, bei dem er mehrere Indiana-Verteidiger austanzte und einige Tackles brach, hatte Oregon so nah an die Endzone gebracht. Oregon versuchte die Two-Point-Conversion und verkürzte den Rückstand auf 42:15. Da keine weiteren Punkte im dritten Quarter fielen, gewann Oregon zumindest das dritte Quarter mit 7:8.
Krönender Abschluss
Im letzten Quarter des Spiels sorgten beide Teams nochmal für Highlights. Indiana blockte einen Punt der Ducks und bekam so den Ball zum zweiten Mal innerhalb der 10-Yard-Line vor der Ducks-Endzone. Mendoza ließ sich das erneut nicht nehmen und warf seinen fünften Touchdown-Pass zu Elijah Sarratt.
Oregon versuchte alles, scheiterte aber wieder an einem 4th Down. Indiana erhöhte den Score noch auf 56:15 durch einen 23-Yard-Touchdown-Run von Kaelon Black. Den 50-Burger konnte Oregon damit nicht mehr verhindern, aber sorgte dennoch für ein wenig Ergebniskosmetik im letzten Drive. Moore führte sein Team ein letztes Mal übers Feld und fand abschließend Roger Saleapaga in der Endzone zum 56:22-Endstand.
Das Spiel in Zahlen
Nach dieser Machtdemonstration geht es für Indiana ins Finale gegen die Miami Hurricanes. Für Oregon endet eine starke Saison mit einer herben Niederlage. Dennoch wird sich besonders Quarterback Dante Moore auf die nächsten Wochen freuen, denn er gilt als einer der spannendsten Quarterbacks im NFL Draft 2026.
Bis auf die Interception am Anfang des Spiels konnte Moore mit 24 von 39 angekommenen Pässen für 285 Yards und zwei Touchdowns auch wieder auf sich aufmerksam machen. Mendoza, der sogar als bester Quarterback der Draft-Class zählt, überragte jedoch mit fünf Touchdowns bei 17 von 20 angekommenen Pässen und 177 Yards.
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