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Patrick Esume im Zentrum: Liga-Spaltung im europäischen Football

kicker

Der Rückzug Esumes wirft ein Schlaglicht auf Führungsprobleme und organisatorische Spannungen innerhalb der ELF. Während er selbst betont, dass Spieler und Fans im Vordergrund stehen sollten, sorgt sein Urlaubsaufenthalt während der Saison-Endphase und sein Fernbleiben beim Finale für Diskussionen. Gleichzeitig zeigt die Gründung der EFA, dass das Vertrauen vieler Teams und Schiedsrichter in die alte Liga massiv erschüttert ist.

Patrick Esume: Rücktritt nach Spannungen

Eine Schlüsselrolle in der Krise spielte Patrick Esume, ehemaliger Nationalspieler und seit der Gründung Commissioner der ELF. Im Sommer 2025 trat er offiziell wegen "unüberbrückbarer Differenzen" mit CEO Zeljko Karajica zurück. Gegenüber der WELT AM SONNTAG sagte Esume: "Wenn Spannungen wegen diverser Themen entstehen, ist es nicht nur wichtig, dass man miteinander spricht, sondern vor allem auch, wie."

Kritik erntete Esume zudem während der heißen Phase der Saison. Ende August postete er Urlaubsbilder von Mallorca, während das ELF-Büro im Saison-Endspurt im Dauerbetrieb arbeitete - ein Urlaub, der intern offenbar nicht abgesprochen war und für Empörung sorgte.

Finale ohne Esume

Auch beim Finale in Stuttgart fehlte Esume auf dem Spielfeld - nicht krankheitsbedingt, sondern aus eigenem Entschluss. Während die Liga ihren Meister ehrte, kommentierte er parallel ein NFL-Spiel für RTL. Er erklärte: "Am Championship Wochenende sollte der Sport und ihre Protagonisten im Vordergrund stehen und nicht das Drama um die Funktionäre. Daher war ich natürlich bei der Ehrung der besten Spieler und Coaches am Samstagabend anwesend, um auch nochmals persönlich meine Dankbarkeit gegenüber den Spielern und Trainern zu zeigen. Beim Spiel selbst war ich ganz bewusst nicht anwesend. Dieser Moment gehört den Spielern und nicht der Politik im Hintergrund oder den Medien."

Zu seinem Gehalt sagte Esume: "Ich war nicht unter den Top-3-Verdienern in diesem Projekt." Rückblickend zieht er ein Fazit: "Wir hätten viel früher die Führung und den Umgang des Geschäftsführers hinterfragen müssen - die zahlreichen Hinweise aus den Medien zu unbezahlten Rechnungen, Vollstreckungen und Pfändungen waren Warnsignale. Hätten wir eher reagiert, stünden wir heute nicht ohne Teams, Schiedsrichter und Produkt da."

Streit um Schiedsrichterentscheidungen und Abwerbung

Ein zentraler Streitpunkt betrifft die Schiedsrichter. Teams kritisierten wiederholt inkonsistente Entscheidungen auf dem Feld, die Spiele beeinflussten und das Vertrauen in die Liga untergruben. Die fehlende Neutralität und Transparenz bei der Schiedsrichterauswahl trugen entscheidend dazu bei, dass sich Franchises von der ELF distanzierten.

Die EFA ging nun einen Schritt weiter: Sie hat nach eigenen Angaben "fast alle Schiedsrichter der ELF abgeworben". Rund 100 Unparteiische schlossen sich der neuen Liga an. Laut Mitteilung begründeten die Offiziellen ihre Entscheidung mit Bedenken hinsichtlich finanzieller und organisatorischer Punkte in der ELF - ein weiterer Seitenhieb gegen die alte Liga.