In ihrer Mitteilung erklärt die EFA, dass man die vorgeschlagene einheitliche Struktur seit der Ankündigung vom 26. November sorgfältig geprüft habe, insbesondere im Hinblick auf finanzielle Stabilität und Transparenz. Am Ende dieser Prüfung kam der Vorstand demnach zu dem Schluss, dass die Voraussetzungen für eine nachhaltige Partnerschaft nicht gegeben seien, weshalb die formellen Beziehungen mit sofortiger Wirkung beendet wurden.
Damit ist der Kurswechsel perfekt: Nach einer überraschenden erneuten Annäherung an die ELF folgt nun die ebenso klare Rückbesinnung auf Eigenständigkeit. Die Phase der Kooperation bleibt damit eine kurze Episode in einem ohnehin unübersichtlichen europäischen Football-Gefüge.
EFA setzt auf NFL-inspiriertes Ligamodell
Statt einer gemeinsamen Struktur mit der ELF setzt die EFA nun wieder voll auf ihr ursprüngliches Konzept. Die Liga betont, sich am bewährten Modell der NFL zu orientieren, bei dem die Liga gemeinschaftlich von den Mitgliedsfranchises geführt wird. Im Fokus stehen dabei finanzielle Nachhaltigkeit und transparente Eigentumsverhältnisse - beides Elemente, die die EFA als Grundpfeiler ihres Ansatzes herausstellt.
Die Verantwortlichen zeigen sich derweil überzeugt, dass dieser gemeinschaftliche Ansatz der einzige Weg zu langfristigem Erfolg im Profisport sei. Genau diese Struktur sei auch der Hauptgrund dafür, dass sich einige der traditionsreichsten und erfolgreichsten Marken im europäischen Football für die EFA als neue sportliche Heimat entschieden hätten.
Saisonplanung 2026 soll nicht gefährdet sein
Sportlich gibt sich die EFA betont stabil. In der Erklärung heißt es, der Spielbetrieb sei gesichert und die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit laufe planmäßig. Die Planungen für die Saison 2026 seien in vollem Gange, das Commitment, hochwertigen American Football in Europa zu bieten, sei "stärker denn je".
Trotz des erneuten Kurswechsels nach der kurzen Phase der Annäherung an die ELF soll es aus Sicht der Liga also keine Abstriche im operativen Geschäft geben. Für Fans und Spieler bleibt allerdings die Frage, wie sich die parallelen Strukturen im europäischen Football langfristig auf Niveau, Wahrnehmung und Talentverteilung auswirken.
Diese Teams stehen hinter der EFA
Aktuell umfasst die EFA acht Franchises aus sieben Ländern, die gemeinsam den Weg der Liga mittragen sollen.
Mit diesem Line-up positioniert sich die EFA als eigenständige, multinationale Liga, die bewusst einen anderen Weg als die ELF gehen will - mit klaren Strukturen, gemeinsamer Führung und einem starken Fokus auf wirtschaftliche Tragfähigkeit.
Für den Moment ist damit klar: EFA und ELF werden zunächst wieder getrennte Wege gehen. Wie sich dieses Nebeneinander mehrerer ambitionierter Ligen in Europa entwickelt, dürfte eine der spannendsten Fragen der kommenden Football-Jahre auf dem Kontinent bleiben.