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New Yorker Lions stehen nach Sponsor-Aus vor Neuanfang

kicker

Der Samstagabend im Eintracht-Stadion war ein Moment der Emotionen: Die New Yorker Lions Braunschweig verabschiedeten Namensgeber New Yorker als Hauptsponsor und ehrten gleichzeitig die Trainer-Ikonen Troy Tomlin und Dave Likins.

"Ohne diese beiden Trainer wären wir als Lions nicht dort, wo wir heute stehen - als deutscher Rekordmeister mit zwölf Titeln", betonte Sportvorstand Holger Fricke in einem Interview mit der Braunschweiger Zeitung. Tomlin war in seiner Amtszeit an acht Meisterschaften beteiligt und habe den Ruf des Klubs weit über Deutschland hinaus geprägt.

Braunschweig musste Plan umstellen

Wie ist es nun weitergeht, ist aber ungewiss. Seit dem Rückzug von New Yorker im Februar ist die Zukunft der Lions offen. Fricke erklärte, dass der Verein zunächst eine neue Gesellschaft gründen wollte, diese Pläne aber scheiterten. Nun wird die erste Mannschaft wieder in den Stammverein 1. FFC Braunschweig integriert.

"Wir haben selbst viele Klinken geputzt und uns inzwischen die Unterstützung von zwei Unternehmen im Sponsoring und in der Vermarktung gesichert", so Fricke. Dabei gehe es nicht um einen direkten Ersatz für New Yorker, sondern um eine breitere Aufstellung mit Sponsoren und Spenden.

Neue Strukturen und offene Posten

Zu den dringendsten Aufgaben gehört die Verpflichtung eines hauptamtlichen Geschäftsführers. "Wir hoffen, bis Mitte September eine Zusage zu bekommen", erklärte Fricke. Zudem muss ein Nachfolger für Head Coach Troy Tomlin gefunden werden. Beide Posten soll künftig der Verein finanzieren, während die bisherige Sportmanagement-Gesellschaft, eine Tochter von New Yorker, noch bis Ende des Jahres weiterläuft.

Wie die Mannschaft 2026 aussehen wird, ist ebenfalls offen. Gespräche mit Import-Spielern sollen erst geführt werden, wenn Klarheit über das Budget herrscht. Mehrere Leistungsträger wie Benjamin Krahl oder Christoph Bachmann hören auf, viele regionale Spieler haben jedoch ihre Bereitschaft signalisiert, weiter für die Lions aufzulaufen.

Spätestens bis zum 15. Oktober muss der Klub seine Lizenzgebühr leisten. "Und wir geben die geplanten Zuwendungen von Sponsoren soweit vorhanden an, und wer unser Head Coach sein wird", schildert Fricke weiter. "Dann gewinnen wir aber erst einmal auch wieder ein bisschen Luft, die Sponsorensuche wird für uns damit nicht abgeschlossen sein."

Fricke macht Hoffnung auf Lions-Verbleib

Dabei kündigte er an, dass der Vorstand im November entscheiden werde, ob ein Start in der GFL realistisch ist. "Wir wollen unter keinen Umständen im März zurückziehen, so wie es andere Vereine schon erlebt haben", sagte er.

Zwar müsse man sich auch mit Szenarien wie einem möglichen Gang in die Regionalliga oder Spielen an einem anderen Standort befassen, doch er hat ein gutes Bauchgefühl: "American Football wird es in Braunschweig weiterhin geben. Und ich glaube, dass wir es schaffen, in der 1. Liga zu starten und im Eintracht-Stadion zu spielen."