Die Chancen für Penn State auf die College Football Playoffs sind weiter gesunken. Die vor der Saison als Nummer zwei gerankte Team hat überraschend mit 21:22 (14:13) gegen Northwestern verloren.
Für die Nittany Lions war es bereits die dritte Saisonniederlage in Folge, allesamt kamen gegen Konkurrenten aus der Big Ten. "Ich übernehme die volle Verantwortung für alles", sagte Head Coach James Franklin nach der Partie. "Ich habe den Staff eingestellt und alle Spieler rekrutiert. Ich glaube an jeden einzelnen. Aber bekommen wir es gerade nicht hin."
Penn State tut sich schwer gegen Northwestern
Bereits im ersten Drive lief alles schief für Penn State: Ein Pass von Quarterback Drew Allar wurde von Ore Adeyi in der Endzone abgefangen. Northwestern nutzte den Ballgewinn, um dank eines Field Goals von Jack Olsen aus 29 Yards Entfernung in Führung zu gehen. Doch die Hausherren kämpften sich zurück, Running Back Kaytron Allen erlief im zweiten Viertel den ersten Touchdown der Partie.
Die Gäste konterten mit einem eigenen Touchdown, Quarterback Preston Stone bediente Griffin Wilde, der die fehlenden 29 Yards zurücklegte. Dann aber letzte sich das Special Teams von Northwestern einen Muffed Punt, sodass Penn State kurz vor der Pause dank eines TD-Laufs von Nicholas Singleton auf 14:10 stellen konnte. Die verbleibenden 1:19 Minuten an Spielzeit nutzte Stone aber, um Olsen in gute Feldposition zu bringen und mit einem 34-Yard-Field-Goal den Abstand zu reduzieren.
Nach einem punktlosen Viertel eröffneten die Wildcats mit einem erneuten FG von Olsen, diesmal aus 41 Yards, den Schlussabschnitt. Penn State konterte aber, Allar erlief selbst die 21:16-Führung. Rund fünf Minuten vor dem Ende war es dann Caleb Komolafe, der sein Team mit einem 9-Yard-Run in die gegnerische Endzone wieder in Front brachte. Da die Two Point Conversion allerdings misslang, blieb es beim knappen 22:21 für Northwestern.
Penn State verliert Quarterback Allar
Im nächsten Drive gab es für die Hausherren dann einen herben Rückschlag. So wurde nicht nur ein Fourth-Down-Versuch gestoppt, sondern im Play davor verletzte sich Allar schwer. Franklin sagte im Anschluss, dass sein Quarterback aufgrund einer Beinverletzung die restliche Saison verpassen wird.
Auf der anderen Seite herrschte jedoch großer Jubel, denn erstmals seit 2014 haben die Wildcats wieder im Stadion von Penn State gewonnen. "Ich glaube wirklich, dass unser Football-Team den Sieg heute erwartet hat", meinte Head Coach David Braun. Mit einem Record von 4-2 steht seine Truppe damit gut dar in der Big Ten, aktuell rangiert es auf Platz sechs.
Texas mit Lebenszeichen - Oregon verliert
Keine Blöße hat sich derweil Ohio State gegeben. Die Nummer eins des Landes gewann gegen Illinois klar mit 34:16 (20:3). Während die Defense gleich drei Turnover forcierte, hatte auch Quarterback Julian Sayin mit 19/27 für 166 Yards und zwei Touchdowns einen guten Tag.
Ein wichtiger Befreiungsschlag ist Texas gelungen. Die Longhorns um Quarterback Arch Manning hat sich nach schweren Wochen in starker Form präsentiert und die Oklahoma Sooners mit 23:6 (3:6) bezwungen. "Wir haben heute den wahren Charakter der Jungs aus der Umkleide gesehen", lobte Head Coach Steve Sarkisian.
In der Red River Rivalry, eine der größten Rivalitäten im College Football, dominierten in der ersten Hälfte vor allem die Defensivreihen. Oklahoma-Quarterback John Mateer warf gleich zwei Interceptions, nach der Pause kam eine weitere dazu. Derweil zeigte sich Manning, nachdem in den ersten drei Drive nur magere 20 Yards gelungen waren, verbessert: Er brachte 21 von 27 Pässe für 166 Yards und einen Touchdown an. Die Longhorns hätten sogar noch mehr Punkte erzielen können, allerdings verschoss Mason Shipley Field Goals aus 55 und 56 Yards Entfernung.
Einen Rückschlag hat dagegen Oregon einstecken müssen. Im Top-Spiel der Woche verloren sie mit 20:30 gegen Indiana, die damit ihren ersten Sieg über ein Top Five der Teams seit 1967 feierten. Besonders die Defense der Hoosiers überzeugte: Gleich zwei Pässe von Oregon-QB Dante Moore wurden abgefangen, zudem wurde er sechsmal gesackt.