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College Recap: Derby in Florida und Upsets bei Penn State und Iowa

kicker

Cincinnati überrascht Iowa State

Die Cincinnati Bearcats feiern beim 38:30 gegen Iowa State einen der größten Siege ihrer jungen Big-12-Geschichte. Schon früh setzte Cincinnati auf ein physisches Laufspiel und aggressives Playcalling, das Iowa State sichtlich überforderte. Quarterback Emory Jones dirigierte die Offense souverän, während Running Back Corey Kiner zwei Touchdowns erzielte und konstant Raumgewinn generierte.

Iowa State blieb bis zuletzt gefährlich, doch zwei Turnover im vierten Viertel zerstörten jede Aufholjagd. Für die Cyclones war die Niederlage ein herber Dämpfer: Nach einem starken Saisonstart steht das Team nun vor einem steinigen Weg zurück in Richtung Playoff-Spot. Cincinnati dagegen dürfte mit diesem Statement-Sieg endgültig als Dark Horse im Big-12-Rennen gelten.

Florida stoppt Texanischen Hype

Auch in Gainesville lag ein Hauch von Sensation in der Luft: Florida besiegte Texas mit 29:21 und fügte den Longhorns die zweite Niederlage in Folge zu. Nach schwachem Saisonstart fanden die Gators in Week 6 zu alter Stärke zurück - allen voran Quarterback DJ Lagway, der mit 298 Passing Yards, zwei Touchdowns und enormer Ruhe überzeugte.

Lagway fand immer wieder Freshman-Receiver Dallas Wilson, der mit 111 Yards und zwei Touchdowns seine Breakout-Performance feierte. Texas dagegen zeigte Nerven: Arch Manning warf zwei Interceptions im Schlussviertel und konnte trotz mehrerer Chancen keine Antwort finden.

Die Longhorns, die noch im August als Titelkandidat Nummer eins galten, stehen nun bei 3-2 - und müssen sich kritischen Fragen nach ihrer Offense gefallen lassen. Für Florida hingegen war der Sieg mehr als nur ein Achtungserfolg: Vielleicht der Wendepunkt einer bislang durchwachsenen Saison.

UCLA gelingt historischer Befreiungsschlag

Die zuvor sieglosen UCLA Bruins lieferten beim 42:37 über Penn State eine der größten Sensationen der letzten Jahre. Quarterback Nico Iamaleava, der Transfer aus Tennessee, überragte mit fünf Touchdowns und 341 Total Yards. Die von einem Coaching-Chaos überschatteten UCLA Bruins traten von Beginn an furchtlos auf, attackierten Penn States Defense mit aggressivem, vertikalem Passspiel und blieben selbst in brenzligen Momenten erstaunlich abgeklärt.

Penn State, zuletzt 34 Spiele in Folge ungeschlagen gegen ungerankte Gegner, fand keine Antworten auf die Spielfreude der Bruins. Zwei späte Drives endeten erfolglos, ehe UCLA mit einem vierten Versuch tief in der eigenen Hälfte alles riskierte und den Sack zumachte. Die Szene symbolisch: ein Team ohne Angst vor dem großen Namen.

Für Penn State ist es nach der Niederlage letzte Woche gegen die Oregon Ducks ein weiterer herber Rückschlag im Kampf um die College Football Playoffs und möglicherweise das Ende einer Ära unter Head Coach James Franklin, der zunehmend in der Kritik steht.

Rivalry Triumph in Tallahassee

Im ewigen Rivalenduell zwischen Miami und Florida State setzten die Hurricanes ein dickes Ausrufezeichen. Beim 28:22-Auswärtssieg in Tallahassee dominierte Miami über weite Strecken und führte zwischenzeitlich mit 28:3. Freshman-Sensation Malachi Toney war der Mann des Spiels: Sieben Catches, 107 Yards und zwei Touchdowns - darunter ein spektakulärer 44-Yard-Flea-Flicker.

Florida State stemmte sich spät gegen die Niederlage, kam nach zwei schnellen Scores nochmal heran, doch die Fehlerquote war einfach zu hoch. Quarterback Tommy Castellanos leistete sich zwei Interceptions, und ein Fumble von Ousmane Kromah im dritten Viertel kostete wichtige Punkte. Miami bleibt damit ungeschlagen und hat nach dieser Vorstellung beste Chancen, in der kommenden Woche die neue Nummer eins des Landes zu werden.

Ohio State und Texas A&M souverän

Ohio State, die Nummer eins im Ap Top 25 Ranking, zeigte beim 42:3 über Minnesota eindrucksvoll, warum sie derzeit das Maß aller Dinge im College Football sind. Nach einem frühen Rückstand legten die Buckeyes los wie ein Wirbelsturm. Quarterback Julian Sayin spielte nahezu fehlerfrei, 23 von 27 Würfen angebracht, 326 Yards und drei TDs, während Receiver Carnell Tate mit 183 Yards und einem Touchdown brillierte. Defensiv ließ Ohio State nur 21 Rushing Yards zu - eine Machtdemonstration.

Auch Texas A&M feierte einen überzeugenden 31:9-Heimsieg über Mississippi State. Die Aggies ließen der Defense der Bulldogs im zweiten Durchgang keine Chance: Running Back Rueben Owens lief für 142 Yards, das Team insgesamt für 299. Die Defense kontrollierte das Geschehen komplett und zwang Quarterback Blake Shapen zu zwei Turnovers und vier Sacks. Für Head Coach Mike Elko ein souveräner Auftritt vor heimischer Kulisse und der perfekte Auftakt für das kommende SEC-Duell mit Florida.