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Das Revenge-Spiel des Jahres: Alabama will offene Rechnung begleichen

kicker

Die Saison ist an einem Punkt angekommen, an dem kaum noch jemand durchblickt. Jede Woche werden Hierarchien verschoben, alte Giganten wanken, und neue Kräfte erheben sich. Nach dem dramatischen Sieg Oregons über Penn State und den SEC-Schockern der Vorwoche - Alabama schlägt Georgia, Ole Miss bezwingt LSU - steht nun ein Spieltag bevor, der auf den ersten Blick weniger spektakulär wirkt, aber enormes Potenzial bringt.

Miami gegen Florida State verspricht Playoff-relevante Spannung, Alabama sinnt auf Rache gegen Vanderbilt nach einer historischen Blamage, und in Texas treffen zwei ungeschlagene Teams in einem potenziellen Statement-Spiel aufeinander. Week 6 mag keine klaren Antworten liefern, doch sie könnte entscheidend dafür sein, wer am Ende wirklich um die Playoffs mitspielt.

#16 Vanderbilt vs. #10 Alabama

Dieses Duell hat Geschichte - und die ist noch frisch. In der vergangenen Saison sorgte Vanderbilt in Nashville für eine der größten Sensationen des College Footballs, als die Commodores den damals topgerankten Crimson Tide einen 40:35-Sieg abtrotzten. Ein entscheidender Mann damals war der Deutsche Yilanan Ouattara, der kurz vor Schluss einen Fumble recoverte und so den Triumph seines Teams sicherte. Es war ein Spiel, das die Hierarchien im Süden kurzfristig auf den Kopf stellte - und nun trifft man sich wieder, diesmal in Tuscaloosa.

Für Alabama ist das Spiel daher mehr als nur ein weiteres SEC-Duell, es ist Revanche. Head Coach Kalen DeBoer steht nach dem Sieg über Georgia wieder besser da, kämpft aber weiterhin mit der Erwartungshaltung, Sabans Legacy gerecht zu werden. Die Crimson Tide sind defensiv stabiler geworden seit dem enttäuschenden Auftakt gegen Florida State, offensiv hängt vieles von Quarterback Ty Simpson ab, der sich nach einem schwachen Start deutlich gesteigert hat. Vanderbilt dagegen hat sich zu einem echten Powerhouse entwickelt: 49 Punkte pro Spiel, Quarterback Diego Pavia in MVP-Form und eine Offense, die zu den effizientesten des Landes gehört. Mit Sedrick Alexander und Makhilyn Young im Laufspiel sowie Tight End Eli Stowers als verlässlichem Ziel bleibt das Team brandgefährlich.

Die Defense der Commodores hat sich ebenfalls verbessert - besonders gegen den Lauf. Alabama muss beweisen, dass die Blamage aus dem Vorjahr nur ein Ausrutscher war. Doch eines ist sicher: Dieses Spiel steht unter Strom. Vanderbilt hat schon einmal bewiesen, dass sie keine Angst vor großen Namen haben.

#3 Miami vs. #18 Florida State

Das Derby ist zurück - und hat in diesem Jahr wieder echten Playoff-Charakter. Florida State galt lange als unantastbar, nachdem die Seminoles furios in die Saison gestartet waren, unter anderem mit einem deutlichen Sieg über Alabama. Doch die bittere Overtime-Niederlage gegen Virginia hat ihnen einen empfindlichen Dämpfer verpasst. Nun steht das Team um Quarterback Tommy Castellanos unter Druck, denn Miami ist das letzte gerankte Team auf dem restlichen Spielplan. FSU hat offensiv enorme Qualität - Castellanos, Running Backs Gavin Sawchuk und Ousmane Kromah sowie die Wide Receiver Duce Robinson und Micahi Danzy bilden einen der talentiertesten Skill-Player-Cores des Landes.

Miami reist mit breiter Brust nach Tallahassee. Die Hurricanes überzeugen mit physischem Laufspiel und einer Defense, die zu den besten der ACC gehört. Besonders Linebacker Mohamed Toure und Edge Rusher Rueben Bain Jr. sind Schlüsselspieler. Quarterback Carson Beck agiert kontrolliert und effizient, auch wenn es seiner Offense an Explosivität fehlt. Entscheidend wird sein, wer die Line of Scrimmage kontrolliert. Gelingt es Miami, das Laufspiel der Seminoles zu stoppen, ist ein Auswärtssieg möglich. Ansonsten dürfte Florida State, das in Punkten pro Drive landesweit auf Platz eins liegt, die Oberhand behalten.

#11 Texas Tech vs. Houston

Ein texanisches Duell mit Playoff-Potenzial: Texas Tech und Houston sind beide ungeschlagen und gehören zu den größten Überraschungen der Saison. Die Red Raiders spielen bislang auf beiden Seiten des Balls fast fehlerfrei - Top fünf in Offense und Defense nach Yards per Play. Quarterback Behren Morton überzeugt mit Konstanz und Führungsstärke, auch wenn Verletzungen immer wieder Thema sind. Das Team von Joey McGuire präsentiert sich physisch, diszipliniert und reifer als in den Vorjahren - einzig die hohe Zahl an Penalties bleibt ein Kritikpunkt.

Houston hingegen lebt von seiner Defense. Offensiv hapert es dagegen gewaltig: In fast 40 Prozent der Drives bleiben die Cougars ohne First Down. Sollte Texas Tech früh das Tempo bestimmen und Druck aufbauen, dürfte der Favorit seiner Rolle gerecht werden. Doch wenn Houstons Defense Turnovers erzwingt, ist ein Upset durchaus möglich - und Texas könnte das nächste Football-Märchen dieser Saison schreiben.

Fazit

Week 6 im College Football bietet erneut Drama, Überraschungen und Prestige-Duelle. Ob Alabama seinen Status zurückerobern kann, Florida State den Fehltritt von letzter Woche ausbügelt oder Texas Tech seine perfekte Saison fortsetzt - die Antworten könnten den weiteren Verlauf des Playoff-Rennens entscheidend prägen.

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