Beide Teams begannen nervös und tauschten zu Beginn jeweils Punts. Im nächsten Drive wagte Oregon ein 4th & 3 auszuspielen, doch Moore schaffte es zu Fuß nicht, das First Down zu holen. Penn State nutzte den Ballbesitz für die ersten Punkte: Kicker Ryan Barker verwandelte ein 49-Yard-Field-Goal zur 3:0-Führung.
Auch Oregon hatte die Chance zum Ausgleich, doch Atticus Sappington verfehlte ein 47-Yard-Field-Goal. Danach musste Penn State erneut punten. Erst ein starkes Play von Freshman-Receiver Dakorien Moore brachte die Ducks in Reichweite. Dieses Mal verwandelte Sappington sicher zum Ausgleich. Mit dem Zwischenstand von 3:3 ging es in die Halbzeitpause eines bis dahin vom defensiven Schlagabtausch geprägten Spitzenspiels zwischen #6 Oregon und #3 Penn State.
Ducks fanden nach der Pause den Rhythmus
Die Nittany Lions eröffneten die zweite Halbzeit erneut mit einem Punt. Oregon dagegen setzte ein erstes Ausrufezeichen. Moore rollte nach rechts raus und fand Tight End Kenyon Sadiq für ein 23-Yard-Big Play. Danach legte Running Back Dierre Hill Jr. einen explosiven Lauf nach. Zwar verlor Noah Whittington beim folgenden Play den Ball, doch sein Knie war bereits am Boden - die Ducks blieben im Ballbesitz. Kurz darauf folgte der erste Touchdown der Partie: Hill vollendete über einen Screen zum 10:3 für das Auswärtsteam.
Die Nittany Lions fanden zuhause weiter keine Antwort und mussten erneut punten, während Allar Glück hatte, dass einer seiner Würfe nicht von der Defense abgefangen wurde. Oregon nutzte den Moment, marschierte über das Feld und erhöhte durch einen 8-Yard-Touchdown-Lauf von Jordon Davison auf 17:3.
Ross brachte Penn State zurück
Erst spät fand Penn State ins Spiel. Allar warf einen perfekten Pass tief über die Mitte, den Devonte Ross in der Endzone fing - nur noch 17:10. Oregon puntete im Gegenzug, und plötzlich war wieder alles offen.
Mit nur 30 Sekunden auf der Uhr bediente Allar erneut Ross, der zum Ausgleich in die Endzone sprintete. Das 17:17 schickte die Partie in die Verlängerung.
Spannung pur in der Overtime
Im College Football starteten beide Teams in der Overtime jeweils an der gegnerischen 25-Yard-Linie. Penn State eröffnete und benötigte nur wenige Plays, ehe Running Back Kaytron Allen den Ball in die Endzone trug. Mit dem Extrapunkt gingen die Nittany Lions 24:17 in Führung.
Oregon musste nun antworten und hätte beinahe alles verspielt: Beim Handoff ging der Ball zu Boden, die Ducks konnten ihn aber gerade noch sichern. Moore rettete den Drive mit einem mutigen 4th-Down-Lauf. Kurz darauf fand er Tight End Jamari Johnson über einen Shuffle Pass für den Touchdown. Mit dem Extrapunkt stand es 24:24, und die Partie ging in die zweite Overtime.
Diesmal eröffneten die Ducks. Gleich im ersten Play setzte Moore ein Ausrufezeichen, als er Receiver Gary Bryant Jr. über 25 Yards fand. Die anschließende Two Point Conversion misslang allerdings, Penn State fing den Ball ab - 30:24 für Oregon.
Nun lag der Druck bei den Nittany Lions. Doch ihre Hoffnungen hielten nicht lange: Allar warf im allerersten Play eine Interception in die Arme von Dillon Thieneman, der das Spiel beendete. Jubel brandete im Gästeblock auf - Oregon feierte einen dramatischen Auswärtssieg.
Zahlen des Spiels
In einer defensiv geprägten Partie überzeugte Oregon vor allem mit Effizienz in den entscheidenden Momenten. Dante Moore warf für 248 Yards und drei Touchdowns und hielt die Ducks in kritischen Situationen am Leben. Auf Seiten Penn States zeigte Drew Allar zwar in der Schlussphase starke Würfe auf Devonte Ross, kam insgesamt aber nur auf 137 Yards, zwei Touchdowns und eine Interception - die in der Overtime das Spiel entschied.
Am Ende stand ein 30:24-Erfolg nach doppelter Overtime, mit dem Oregon ein starkes Ausrufezeichen setzte - und das auswärts im Hexenkessel des Beaver Stadiums vor über 110.000 Fans.
So funktioniert die Overtime im College Football