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ELF Bowl: Vikings-Defense als Schlüssel zum Erfolg?

kicker

In wenigen Stunden ist es soweit: Dann wollen sich die Vienna Vikings ihren zweiten Titel in der European League of Football holen. Nach der deutlichen 20:51-Niederlage im Vorjahr gegen Rhein Fire soll es diesmal deutlich besser laufen.

"Bei allen, die dabei waren, juckt es schon sehr, auf diese Bühne zurückzukehren und einen weiteren Versuch zu wagen, diese Trophäe nach Hause zu holen", meint Daniel Auböck, Defensive Coordinator der Vikings.

Vikings ziehen Schlüsse aus Final-Niederlage

Doch dabei geht es nicht um eine Revanche, denn das vergangene Endspiel spielt für ihn keine Rolle mehr. Stattdessen hat er gemeinsam mit seinem Team überlegt, was sie besser machen müssen, um nicht noch einmal so chancenlos zu sein. "Wir haben einige Dinge angepasst, um es ein bisschen flüssiger zu gestalten. Und ich glaube, diese Anpassungen haben ganz gut funktioniert", bilanziert er.

Wie gut sein System funktioniert, hat das Playoff-Halbfinale gegen Nordic Storm gezeigt. Im Duell mit John Shoop, der im vergangenen Jahr als Quarterback Coach bei Fire gearbeitet hat, dominierte die Vikings-Defense. Jadrian Clark, der ebenfalls für Fire gespielt hat, warf zwar für 316 Yards, leistete sich aber auch zwei Interceptions und wurde zweimal gesackt. Zudem lag die 3rd Down Conversion nur bei 40 Prozent.

Absolut reibungslos verlief die Umstellung jedoch nicht. "Ich glaube am Anfang der Saison war es wirklich gut. Da haben wir einige super Leistungen gezeigt, aber hintenraus war einige ganz seltsame Leistungen dabei", blickt Auböck zurück.

So erinnert er sich nicht sonderlich gerne an das Spiel in Innsbruck. Zum Ende des dritten Viertels führten die Wiener klar mit 43:22, verloren dann aber die Faden, sodass die Raiders Tirol im Schlussabschnitt 23 Punkte erzielten - die Vikings konnten dennoch den Sieg einfahren. Auch in den Heimspielen gegen die Wroclaw Panthers und Paris Musketeers lief längst nicht alles rund. "Ich glaube aber, dass wir uns jetzt wieder ein bisschen rehabilitiert haben und aus dem Loch rausgekommen sind", meint der DC.

Vikings-Neuzugänge schlagen ein

Das liegt nicht zuletzt an der Qualität, über die die Vikings in diesem Jahr wieder verfügen. Während viele Spieler aus dem Vorjahr zurückgekommen sind, wurde das Team punktuell verstärkt.

In der Secondary kamen mit Amani Dennis und Devin Buckrham zwei neue US-Imports dazu, neben dem finnischen Linebacker Tim Nuikka wurden auch noch Ex-NFL-Spieler Aaron Donkor und Vikings-Eigengewächs Lucky Ogbevoen für den Pass Rush verpflichtet.

"Ich glaube die Neuzugänge, die wir geholt haben, sind alle sehr gut", lobte Auböck seine Spieler. "Sie haben alle eine gute Bindung zum Team aufgebaut und wollen ein Teil von uns sein, das ist das Allerwichtigste."

Rückkehrer Ogbevoen entpuppt sich als Glücksgriff für die Vikings

Besonders Ogbevoen schlug voll ein, mit 7,5 Sacks war er einer der besten Quarterback-Jäger der gesamten Liga. "Es war leicht für mich, Fuß zu fassen, auch wenn es eine komplexe Defense ist", erklärt er. Hilfreich ist dabei, dass er bereits in der Jugend unter Auböck gespielt hat und damit das System bereits bestens kennt.

Zwar hat der 25-Jährige zuletzt 2021 für die Vikings gespielt, doch seither hat er einen großen Schritt gemacht. Nach Aufenthalten bei Stuttgart Surge und den Raiders Tirol gelang ihm vergangenes Jahr der Sprung in die CFL, die Winnipeg Blue Bombers holten ihn in der zweiten Runde des Global Drafts. "Das Spiel war dort etwas anders. Das Speed und die Intensität waren höher", berichtet er.

In dieser Zeit hat er viel mitnehmen können und seine Fähigkeiten geschärft. "Ich kann jegliche Position spielen, wenn es drauf ankommt", sagt er selbstbewusst. Auch in der für ihn ungewohnten Rolle als Pass Rusher fühlt er sich sehr wohl. "Ich habe die vergangene Saison in Kanada nur in der D-Line gespielt und hatte dort einen guten Coach", erläutert Ogbevoen. "Ich war daher zuversichtlich, dass ich ein guter Pass Rusher sein kann."

Vikings wollen sich nicht verstecken

Im Finale könnte er nun der Spielverderber für sein Ex-Team werden. Schließlich dürfte er mächtig Druck auf Surge-Quarterback Reilly Hennessey ausüben. "Es geht wirklich nur darum, dass wir executen und das Spiel abliefern, was wir abliefern können", gibt Auböck als Marschroute für das Duell aus.

Ziel wird es daher sein, dass sein Team wieder den klassischen Vikings-Football spielt. "Pursue und Taking, das macht uns aus. Damit sind wir zu einer Säule im europäischen Football geworden", betont Ogbevoen. Damit will man auch das gute Run Game der Stuttgarter stoppen.

Nur dann haben die Vikings eine gute Chance, sich den zweiten Titel in der ELF zu sichern. "Ich denke, dass wir das Spiel gewinnen werden, aber Stuttgart ist ein starkes Team. Die Chancen stehen also 50/50", so der Österreicher. Auch Auböck ist zuversichtlich: "Wir sind ein relativ komplettes Team und haben in der Defense, alles was man braucht. Wir haben eine gute D-Line mit Big Interiors, die uns gegen den Run helfen, gute DBs, die jeden Receiver covern können, und gute Edge Rusher, die ihre 1-on-1 gewinnen können."

Damit ist also alles bereitet, dass es ein spannendes Finale wird. "Dafür sind wir da oder nicht?! Wir sind eine Entertainment-Liga", meint Auböck mit einem Lachen.

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