Wie verlief die Vorbereitung auf das Turnier?
Die Vorbereitung auf diese EM war so intensiv wie nie und wurde getragen vom starken persönlichen Engagement unserer Spieler und des Staffs. Nachdem wir mit dem Gewinn gegen Mexiko und der Bronzemedaille bei der WM 2024 unsere Leistungsstärke zeigen konnten, haben wir die Entwicklung unseres Teams in den letzten neun Monaten weiter vorangetrieben. Mit insgesamt zehn Camps und Testspielen gegen europäische Spitzenmannschaften sind wir gut vorbereitet und haben alles dafür getan, damit unsere Schweizer Fans viel Freude an diesem Turnier haben und wir am Ende für den Einsatz belohnt werden - am besten natürlich mit einer Medaille.
Wer sind die schwierigsten Gegner? Auf welche Gegner freuen Sie sich am meisten?
Auf diesem Niveau gibt es keine einfachen Gegner, wir nehmen jeden ernst. Getrieben durch Olympia 2028 hat sich die Leistungsdichte in Europa deutlich gesteigert, sodass jede Mannschaft, auch wir, immer für Überraschungen gut ist. Wir freuen uns daher auf jedes unserer Spiele - am meisten natürlich, wenn wir als Gewinner vom Feld gehen. Auf Gastgeber Frankreich, Österreich oder auch Deutschland, die nach der WM 2024 und mit neuem Head Coach sicher hochmotiviert sind, in Paris zu glänzen, freuen wir uns besonders. Aber dafür sind in unserer starken Gruppe erst einmal exzellente Leistungen gefragt.
Auf welchen Spieler oder welche Spielerin können sich die Fans am meisten freuen?
Unsere größte Stärke ist unser Teamgeist - wir spielen füreinander und wachsen in schwierigen Momenten gemeinsam stärker zusammen. Viele bekannte Gesichter aus früheren Turnieren werden Sie wiedererkennen, aber wir haben auch einige spannende neue Talente im Kader. Dazu gehören Youngster Nolan O’Leary oder Lukas Ruoss mit seiner Erfahrung aus den USA, die für zusätzliche Geschwindigkeit und Vielseitigkeit sorgen. Achten Sie auf die Mischung aus Erfahrung und Jugend - sie macht uns in jeder Spielphase gefährlich.
Was ist das Ziel für die EM?
Unser Ziel ist klar: Wir haben uns nur auf den Sieg vorbereitet. Wir wollen beweisen, dass die Schweiz für jeden ein harter Gegner ist und dass wir während des gesamten Turniers konstant hohe Leistungen abliefern können. Wir freuen uns, Teil des Turniers zu sein und auf höchstem Niveau anzutreten. Wenn am Ende starke Spiele und eine Medaille stehen, wissen wir: All der Aufwand war es mehr als wert.
Was ist aktuell der Status von Flag Football in der Schweiz?
Flag Football entwickelt sich rasant. Unsere Mitgliederzahl ist in den letzten zwei Jahren um 70 Prozent gestiegen, und mit dem Erfolg bei der WM 2024 und der Bronzemedaille der Männer sind wir in der Weltspitze angekommen. Auch unsere Frauennationalmannschaft zeigt sich Jahr für Jahr stärker bei internationalen Wettkämpfen. Trotzdem bleibt noch viel zu tun, um dieses Niveau weiter auszubauen. Im Vergleich zu Ländern wie Deutschland oder Österreich haben wir noch einige Hausaufgaben, insbesondere was die Förderung durch Swiss Olympic betrifft. Zudem wollen wir Flag Football stärker im Schulsport verankern. Aber wenn nicht jetzt, wann dann.
Alle Infos, Favoriten und Livestreams im Überblick Alle Gruppen und den Spielplan im Überblick Deutsche Frauen spielen wieder zu Null