Die deutsche Frauen-Flag-Nationalmannschaft will bei der anstehenden EM angreifen. "Wir wollen mindestens unter die ersten drei kommen und sind zuversichtlich, dass wir sogar das gesamte Turnier gewinnen könnten", sagt Bundestrainer Jona Winkel auf der offiziellen Homepage der IFAF.
Dafür setzt er auf ein zwölf Frauen starkes Team, in dem jedoch mit Mona Stevens, die verletzungsbedingt ausfällt, und Pia Schwarz, die überrascht über ihre Nicht-Nominerung war, die zwei größten Gesichter des Sports hierzulande fehlen.
"Wir befinden uns in der letzten, aber auch größten Phase unseres Umbaus, da wir Stefanie Thiele ersetzen müssen, die nach 15 Jahren als Starting Quarterback nach der WM im vergangenen Jahr zurückgetreten ist", schildert Winkel. "Dennoch sind wir sehr zuversichtlich, was die Fähigkeiten unseres jungen Teams angeht."
Bundestrainer setzt große Hoffnung in neuen Quarterback
Dennoch blickt er zuversichtlich auf das in Paris stattfinde Turnier. "Wir haben ein sehr ausgeglichenes Team. In den letzten Turnieren waren sowohl die Offensive als auch die Defensive gleichermaßen für unseren Erfolg verantwortlich", lobt der Head Coach sein Team.
Dabei freut er sich, dass mit Ellen Riess "unsere Star-Receiverin" wieder im Team. Zudem setzt er große Stück auf Thiele-Nachfolgerin Saskia Nühse. "Sie ist noch sehr neu im Spiel, könnte aber eine zukünftige Star-Spielerin werden", prophezeit Winkel.
Dennoch warnt er vor der EM, schließlich warten in der Gruppe bereits einige starke Teams. "Der Aufsteiger Irland verbessert sich rapide, und Dänemark, das 2017 die Europameisterschaft gewonnen hat, sollte man niemals auf die leichte Schulter nehmen. Mit Italien und uns in derselben Gruppe könnte dies eine der schwierigsten Gruppen sein, um den ersten Platz zu erreichen", analysiert er den Gegner.
Deswegen wird jedoch sein Ziel nicht anpassen: "Wir sind sehr zuversichtlich, unsere Gruppe zu gewinnen und weiterzukommen."