Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel nahm sich Lanning fast vier Minuten Zeit, um seine Gedanken zu äußern. "Das Leben ist wertvoll - und ich denke, viele Menschen haben das aus den Augen verloren", sagte der Coach.
Appell an Zusammenhalt
Besonders hob Lanning die Rolle seines Teams als positives Beispiel hervor: "Die USA könnten viel von unserer Kabine lernen. Wenn du in diesen Raum kommst, hast du Jungs aus verschiedenen Ethnien, Hintergründen und Religionen - und trotzdem ein Team, das sich liebt."
Charlie Kirk war am Mittwoch bei einer Veranstaltung in Utah erschossen worden. In zahlreichen Sportstadien in den USA wurde daraufhin mit Schweigeminuten an den 30-Jährigen erinnert - unter anderem bei MLB- und NFL-Spielen sowie auch bei mehreren College-Partien am Samstag.
Lanning über Kirk und Respekt
Kirk war ein bekennender Fan der Oregon Ducks. Seine Ehefrau Erika betonte in einer Rede am Freitag: "Mein Gott, wie sehr hat er die Oregon Ducks geliebt. Er hätte gewollt, dass ich 'Go Ducks' sage - also muss ich es tun, weil sie am Samstag spielen. Also: Go Ducks."
Lanning betonte nach dem Spiel, dass er von Kirks Fansein nichts gewusst habe. Er unterstrich, dass es für ihn selbstverständlich sei, Meinungsverschiedenheiten respektvoll auszuhalten: "Es gibt viele Dinge, die Charlie gesagt hat, mit denen ich überhaupt nicht übereinstimme. Und es gibt viele Dinge, mit denen ich übereinstimme. Aber was enttäuschend ist: Ich konnte diese Unterschiede respektieren - jemand anderes konnte das nicht."
Am kommenden Samstag wartet für die Ducks das Heimspiel gegen Boise State. Ein weiteres Duell, in dem Lannings Team sportlich überzeugen und gleichzeitig geschlossen auftreten will.